> > > Götz-Friedrich-Preis 2019 für Regisseurin Nina Russi
Freitag, 13. Dezember 2019

Nina Russi, © Wenwei Zhang

Nina Russi, © Wenwei Zhang

Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert

Götz-Friedrich-Preis 2019 für Regisseurin Nina Russi

Berlin, . Die Schweizer Regisseurin Nina Russi erhält den Götz-Friedrich-Preis 2019. Dies gab die Deutsche Oper Berlin bekannt. Der Götz-Friedrich-Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Russi (35) wird für ihren Bernstein-Abend "Trouble in Tahiti" / "A Quiet Place" am Theater Aachen geehrt. Für ihre Inszenierung von Viktor Ullmanns "Der Kaiser von Atlantis" am Theater Gera hat die Jury darüber hinaus der deutschen Regisseurin Kai Anne Schuhmacher (31) den mit 2.500 Euro dotierten Studiopreis zuerkannt. Der Götz-Friedrich-Preis 2019 wird Anfang November in der Staatsoper Stuttgart verliehen.

Das Regiedebüt von Nina Russi erfolgte 2012/2013 am Opernhaus Zürich. Bei den Salzburger Festspielen realisierte sie Mendelssohns Sommernachtstraum sowie Mozarts Zauberflöte als Mitspielopern. Zur Spielzeiteröffnung 2014/2015 folgte auf der Studiobühne des Opernhauses Zürich die Inszenierung der zeitgenössischen Kinderoper "Die Gänsemagd". Es folgten Regiearbeiten am Theater Winterthur und am Konzert Theater Bern. 2016/2017 kehrte sie mit der zeitgenössischen "Oper Gold!" von Leonard Evers ans Opernhaus Zürich zurück. Eine Uraufführung folgte in der Spielzeit 2017/2018, ebenfalls am Opernhaus Zürich mit der Kammeroper "Der Traum von Dir" des Schweizer Komponisten Xavier Dayer. Zum Jubiläumsjahr 2018/2019 von Leonard Bernstein inszenierte Nina Russi am Theater Aachen einen Doppelabend mit seinen Opernwerken "A Quiet Place" und "Trouble in Tahiti". Es folgte am Opernhaus Zürich eine halbszenische Aufführung von Bellinis "La Sonnambula". Die Schweizer Erstaufführung der Fantasy-Oper "Coraline" des britischen Komponisten Mark-Anthony Turnage wird im November 2019 auf der großen Bühne am Opernhaus Zürich ihre Premiere feiern. Ein Herzensprojekt der Regisseurin ist Musik im Rausch, ein aussergewöhnlicher Konzertzyklus der Violinistin Deborah Marchetti, der klassische Musik in Verbindung mit anderen Kunstformen in unkonventionelle Räume bringt.

Nina Russi war Stipendiatin verschiedener Regieprogramme, so u. a. der Europäischen Akademie für Musik & Darstellende Kunst in Montepulciano; des Directors Lab am Lincoln Theater Center, New York und der Bayreuther Festspiele. Die Residency for a Stage Director des European Network of Opera Academies brachte sie ans Teatr Wielki in Warschau sowie ans Festival D’Aix-en-Provence. In der Spielzeit 2018/2019 erhielt Nina Russi einen Förderbeitrag Theater des Aargauer Kuratoriums. Beim Europäischen Opernregie-Preis der Camerata Nuova war sie 2016 mit La Traviata im Halbfinale. Seit der Spielzeit 2007/2008 ist Russi Spielleiterin und Regieassistentin am Opernhaus Zürich. In über 30 Neuinszenierungen arbeitete sie mit Regisseuren zusammen wie Calixto Bieito, Robert Carsen, Robert Wilson, Hans Neuenfels, Harry Kupfer, David Pountney, Graham Vick, Andreas Homoki, Matthias Hartmann, Sven-Eric Bechtolf, Jens-Daniel Herzog, Grischa Asagaroff, Tatjana Gürbaca und Barrie Kosky. Weitere Zusammenarbeiten mit den Regisseuren Peter Mussbach, Sebastian Baumgarten, Laurent Pelly und Marco Arturo Marelli führten sie an die Opernhäuser in Dresden, Berlin, Hamburg und Wien. An der Seite von Oscar-Preisträger Maximilian Schell betreute sie die Operette Wiener Blut bei den Seefestspielen Mörbisch.

Der Götz-Friedrich-Preis zur Förderung des Nachwuchses würdigt hervorragende Leistungen im Musiktheater. Er wurde 1995 von dem Regisseur und Intendanten Götz Friedrich gestiftet und wird heute von der Deutschsprachigen Opernkonferenz getragen. Die Jury besteht aus den Intendanten Andreas Homoki (Zürich), Barrie Kosky (Berlin), Dr. Birgit Meyer (Köln) und Prof. Christoph Meyer (Düsseldorf), sowie Dr. Bernd Feuchtner. Preisträger waren in der Vergangenheit unter anderem Sebastian Baumgarten, Stefan Herheim, Benedikt von Peter, Elisabeth Stöppler, Yuval Sharon, Nadja Loschky, Mizgin Bilmen.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Sprecher der Bayreuther Festspiele tot
Peter Emmerich stirbt überraschend im Alter von 61 Jahren (12.12.2019) Weiter...

José Carreras kündigt erneutes Karriereende an
Sänger plant Bühnenabschied mit 75 Jahren (12.12.2019) Weiter...

Ehrung für Chefdirigent der Nürnberger Symphoniker
Kahchun Wong mit Bundesverdienstkreuz geehrt (12.12.2019) Weiter...

Tonhalle Düsseldorf legt Spielzeitbilanz 2018/19 vor
250.000 Besucher in 306 Veranstaltungen (11.12.2019) Weiter...

Dirigent Gert Bahner gestorben
Musiker wurde 89 Jahre alt (11.12.2019) Weiter...

NDR-Sendesaal Hannover: Eröffnung muss verschoben werden
Festkonzert mit Martha Argerich wird aufgrund von Schadstofffund verlegt (10.12.2019) Weiter...

Wiener Konzerthaus mit positiver Bilanz
Erstmals seit 2011/12 kein Besucherrekord (10.12.2019) Weiter...

Mehr Geld für Hessische Staatstheater
Steigerung der Subventionen auf 128 Millionen Euro geplant (09.12.2019) Weiter...

KI-Software soll Beethovens 10. Sinfonie vollenden
Uraufführung im Rahmen des anstehenden Beethoven-Jahres geplant (09.12.2019) Weiter...

Zwei Gewinner beim Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft
Sieger-Ensembles erspielen sich ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro (09.12.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/2019) herunterladen (4454 KByte) Class aktuell (4/2019) herunterladen (4308 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Julius Röntgen: Sonata op.20 in F sharp minor - Allegro non troppo

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich