> > > Christoph Eschenbach wird Ehrenprofessor des Landes Schleswig-Holstein
Montag, 17. Februar 2020

Christoph Eschenbach, © Eric Brissaud

Christoph Eschenbach, © Eric Brissaud

Regierung honoriert Engagement für das Schleswig-Holstein Musik Festival

Christoph Eschenbach wird Ehrenprofessor des Landes Schleswig-Holstein

Kiel, . Für seine Verdienste um das Schleswig-Holstein Musik Festival ist Dirigent und Pianist Christoph Eschenbach zum Ehrenprofessor des Bundeslandes ernannt worden. Verliehen wurde ihm der Titel, der seit 1967 zum 53. Mal vergeben wurde, von Ministerpräsident Daniel Günther in Kiel. Das Schleswig-Holstein Musik Festival sei untrennbar mit Eschenbach verbunden, so der CDU-Politiker. Als zentrale Persönlichkeit der Kulturszene begeistere er weltweit Menschen mit seinem Können und seiner Musik. Seine Mitarbeit im Land sei eine Ehre für Schleswig-Holstein. Hervorgehoben wurde bei der Verleihung auch die Arbeit des Musikers mit jungen Menschen: Beim Festival gründete er die Orchester-Akademie, welche "zu einem Anziehungspunkt und einem Treffpunkt für musikalische Talente aus aller Welt" geworden sei.

Christoph Eschenbach wurde am 20. Februar 1940 in Breslau geboren. Bei seiner Adoptivmutter Wallydore Eschenbach erhielt er im Alter von sieben Jahren ersten Klavierunterricht. 1951 begann er ein Klavierstudium bei Eliza Hansen in Hamburg und erhielt Geigen-, Bratschen- und Orgelunterricht. Noch während seiner Gymnasialzeit in Aachen begann er ein Klavierstudium an der Musikhochschule Köln, ab 1959 studierte er Dirigieren in Hamburg. Nach Auszeichnungen beim ARD-Wettbewerb (1962) und dem Concours Clara Haskil (1965) begann Eschenbachs internationale Karriere. Eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit verband ihn mit Herbert von Karajan und George Szell sowie zahlreichen international bekannten Sängern, die der passionierte Liedbegleiter am Klavier sekundierte. Popularität erlangten Eschenbachs Bach- und Mozart-Einspielungen mit Justus Frantz und Altkanzler Helmut Schmidt am Klavier. Ab den frühen 1970er Jahren ist Eschenbach vor allem als Dirigent in Erscheinung getreten. Neben zahlreichen Gastdirigaten bei international anerkannten Orchestern war Eschenbach Chefdirigent des Tonhalle Orchesters Zürich (1982-85), des Houston Symphony Orchestra (1988-99) und des NDR Sinfonieorchesters (1998-2004). 2003 übernahm er die Leitung des Philadelphia Orchestra, des Schleswig-Holstein Musikfestivals und war gleichzeitig Musikdirektor des Orchestre de Paris. 2015 erhielt er den Ernst von Siemens Musikpreis. 2010 wurde der mehrfache Grammy-Preisträger Leiter des National Symphony Orchestra in Washington D.C. 2014 erheilt er den Musikpreis Grammy für die Einspielung von Hindemiths Violinkonzert (Solistin: Midori), den "Sinfonischen Metamorphosen" und der "Konzertmusik". 2015 spielte Eschenbach Hindemiths Sinfonie "Mathis der Maler" (1934) und die "Symphonie in Es" (1940) mit dem NDR-Sinfonieorchester ein.

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