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Montag, 17. Februar 2020

Russisches Auktionshaus versteigert Briefe an Ballerina Nina Pavlovna Ivanova

Liebesbriefe von Dmitri Schostakowitsch kommen unter den Hammer

Moskaus, . Ein russisches Auktionshaus versteigert zehn Briefe von Dmitri Schostakowitsch, die er zwischen 1935 und 1939 an die Ballerina Nina Pavlovna Ivanova geschickt hatte. Russischen Medienberichten zufolge sollen beide eine Liebesaffäre miteinander gehabt haben, Schostakowitsch habe Ivanova gar einen Heiratsantrag gemacht. Die Tänzerin soll das Angebot allerdings abgelehnt haben, da der Komponist bereits verheiratet und Vater zweier Kinder war. Das Auktionshaus erwartet einen Preis für die Briefe in Höhe von umgerechnet 10.000 Euro.

Dmitri Schostakowitsch wurde 1906 im damaligen Petrograd (St. Petersburg) geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er zunächst am Klavier und studierte Klavier am Konservatorium St. Petersburg, darüber hinaus auch Komposition. Seine Erste Sinfonie, entstanden als Abschlussarbeit seiner Kompositionsausbildung am Konservatorium, machte Schostakowitsch über Nacht berühmt. Sie wurde nach ihrer Uraufführung 1925 international aufgeführt. Nach avantgardistischen Werken, zum Teil als affirmative Werke zu politischen Zwecken entstanden, führte ihn ein vernichtender Artikel zu seiner Oper "Lady Macbeth von Mzensk" in künstlerische und menschliche Existenznot. Er wurde von der politischen Führung als volksfeindlich eingestuft. In den folgenden Jahren bekam er trotz immensen kulturpolitischen Drucks Gelegenheit, sich als linientreuer Komponist zu beweisen, was Schostakowitsch oberflächlich betrachtet realisierte, im Geflecht seiner Musik jedoch zahlreiche doppelte Böden unterbrachte. Sein kompositorisches Werk ist breit; es umfasst 15 Sinfonien und ebenso viele Streichquartette, daneben Opern, Solokonzerte, Filmmusik, Kammermusik, Chorwerke, Klavierwerke und Lieder. Neben Strawinsky und Prokofjew gilt er als bedeutendster russischer Komponist des 20. Jahrhunderts. Er starb 1975 in Moskau.

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