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Dienstag, 17. September 2019

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Förderpreis an Hovik Sardaryan

Busoni-Kompositionspreis 2019 an Hanna Eimermacher

Berlin, . Den Busoni-Kompositionspreis 2019 erhält die in Frankfurt lebende Komponistin Hanna Eimermacher. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Der Förderpreis von 2.500 Euro wurde Hovik Sardaryan aus Armenien zugesprochen. Der Jury zufolge erzeuge Hanna Eimermacher in ihrer Musik durch "Momente der Asynchronizität von Auge und Ohr, durch plastisch-körperhafte Klänge und räumliche Beweglichkeit, eine lebendige, anders nicht erfahrbare Realität". Die Musik von Förderpreisträger Hovik Sardaryan hingegen zeichne sich durch "eine besondere, kraftvolle, zuweilen melodiöse Sprache, mit Anklängen an armenische Musik" aus.

Hanna Eimermacher wurde 1981 in Duisburg geboren und ist in Gelsenkirchen aufgewachsen. Sie studierte Komposition in Bremen bei Younghi Pagh-Paan und Charlotte Seither, in Graz bei Pierluigi Billone und Beat Furrer sowie in Frankfurt bei Mark Andre. Es folgte eine Einladung als research scholar an die University at Buffalo, New York. Dort unterrichtete sie 2016 als Dozentin beim Buffalo Festival. Ihre Werke werden international aufgeführt. Aufführungsorte waren u. a. die Donaueschinger Musiktage, Acht Brücken Ɩ Musik für Köln Festival, MaerzMusik, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, La Scala Paris und wurden durch das Ictus Ensemble, Ensemble Modern, Ensemblekollektiv Berlin, Ensemble Contrechamps, Nieuw Ensemble zur Aufführung gebracht. Eimermacher erhielt Aufenthaltsstipendien der Villa Massimo in Rom, der Villa Concordia in Bamberg und den Berlin-Rheinsberger Kompositionspreis.

Hovik Sardaryan, geboren 1993 in Armenien, studierte 2010–2014 am Jerewaner Staatskonservatorium bei Ashot Zohrabyan Komposition. 2012 wurde er Preisträger des Wettbewerbs Renaissance (Armenien) und des EstoVest Festivals (Turin). 2014 gewann er den ersten Preis der Sayat Nova Composition Competition und wurde mit dem Preis der Armenischen Staatsphilharmonie und dem Carnegie Hall Preis ausgezeichnet. 2016 nahm er an Meisterkursen bei Carola Bauckholt, Oscar Bianchi, Fabien Lévy und am Workshop bei Toshio Hosokawa und Péter Eötvös in Budapest teil. Von 2015-2018 war Sardaryan Stipendiat des DAAD und studierte Komposition bei Wolfgang Rihm an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Derzeit studiert er Musikinformatik mit Schwerpunkt Sonic Arts in Karlsruhe.

Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge, in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte Komponistinnen und Komponisten vergeben. Zu den letzten Preisträgern zählen u.a. Benjamin Scheuer und Óscar Escudero (2017), Sarah Nemtsov (2013) und Michael Pelzel (2011). Mit der Auszeichnung fördert die Akademie der Künste den kompositorischen Nachwuchs; seit 1992 werden zusätzlich auch Kompositionsstudentinnen und -studenten gefördert. Die Jury bestand aus den Mitgliedern der Sektion Musik Hanspeter Kyburz, Cornelius Schwehr und Helmut Zapf. Die diesjährige Preisverleihung findet Mitte November in Berlin statt.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Ferruccio Busoni

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