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Samstag, 4. Juli 2020

Tencent will mit Milliardeninvestment bei der Universal Music Group einsteigen

Chinesischer Investor mit Interesse an der Deutschen Grammophon

Paris, . Der chinesische Internetkonzern Tencent hat sein Interesse an Anteilen der Universal Music Group bekundet, zu der seit 1998 auch die Deutsche Grammophon gehört. Derzeit verhandeln die Geschäftsführer mit dem französischen Konzern Vivendi, dem Mutterkonzern von Universal Music. Bisherige Einstiegsinvestitionen wurden mit mehreren Milliarden Euro beziffert, es gehe um einen zehnprozentigen Anteil. Weitere zehn Prozent könne Tencent in den folgenden Monaten erhalten. Der Wert der Universal Music Group wird auf 30 Milliarden Euro geschätzt, Vivendi plant, bis zu 50 Prozent des Unternehmens abzugeben.

Aus dem Einstieg des chinesischen Investors bei dem Musiklabel sollen internationale Kooperationen entstehen, die Universal-Künstlern neue Märkte in Asien öffnen. Tencent betreibt in China außerdem einen Musikstreamingdienst, an dem auch der schwedische Anbieter Spotify beteiligt ist. Dies könne ebenfalls bei der Vermarktung von Künstlern helfen, die bei Universal unter Vertrag stehen.

Die Universal Music Group ist mit einem Musikmarktanteil von 32,8 Prozent das größte Major-Label der Welt. Seit dem Jahr 2000 wird sie als Tochtergesellschaft von Vivendi geführt. Eines der an Universal angeschlossenen Labels ist die Deutsche Grammophon, welche klassische Musik verlegt. Mit der Gründung 1898 in Hannover ist sie das älteste Klassiklabel der Welt. Gründer Emil Berliner war ebenfalls der Erfinder des Grammophons. 1972 fusionierte das Label mit Philips Phonographische Industrie zu PolyGram.

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