> > > Dirigent Fabio Luisi verlässt die Opera di Firenze
Sonntag, 8. Dezember 2019

Piazza del nuovo teatro dell'opera, © Sailko

Piazza del nuovo teatro dell'opera, © Sailko unter CC BY 3.0

Rückzug nach nur einem Jahr

Dirigent Fabio Luisi verlässt die Opera di Firenze

Florenz, . Nach Geschäftsführer Cristiano Chiarot will nach nur einem Jahr auch Musikdirektor Fabio Luisi der Opera di Firenze (Teatro del Maggio Musicale Fiorentino) den Rücken kehren. Luisi kündigte seinen Rücktritt in einen Brief an Bürgermeister Dario Nardella und Chiarot an. Als Grund gab er aus seiner Sicht unverständliche strategische Entscheidungen in der Politik an, die das Theater betreffen. Bereits geplante Auftritte will der Musiker jedoch noch wahrnehmen.

Fabio Luisi wurde am 17. Januar 1959 in Genua geboren und begann im Alter von vier Jahren, Klavier zu spielen. Nach dem Schulabschluss begann er ein Studium der Sprachen Latein und Griechisch an der Universität seiner Heimatstadt, entschied sich jedoch dann für eine Klavierausbildung bei Aldo Ciccolini in Orange und Paris sowie bei Antonio Bacchello in Italien. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung und zweijähriger Tätigkeit als Vertragslehrer für Musiktheorie und Kammermusik am Konservatorium in La Spezia begann Luisi in Österreich sein Studium zum Kapellmeister. Er wurde Schüler von Milan Horvat an der Grazer Musikhochschule. Nach Abschluss seines Diploms 1983 arbeitete er erst als Horvats Assistent und trat im Folgejahr sein erstes Engagement als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Grazer Oper an und leitete dort in den folgenden Jahren Opern, Operetten und Ballette. Beginnend im Jahr 1987 debütierte er rasch hintereinander an den Staatsopern in Berlin, München und Wien und bekleidete verschiedene Chefpositionen beim Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester Wien, beim Orchestre de la Suisse Romande in Genf und dem MDR Sinfonieorchester Leipzig. Zudem ist er regelmäßig Gastdirigent bei weltweit führenden Orchestern, Opernhäusern und Festivals. Zwischen 1990 und 1996 war er künstlerischer Leiter des Grazer Symphonischen Orchesters. Im Dezember 2002 wurde Fabio Luisi für fünf Jahre Chefdirigent der Wiener Symphoniker, 2007 GMD an der Sächsischen Staatsoper Dresden und gleichzeitig Chefdirigent der Staatskapelle Dresden. Zur Saison 2012/13 wechselte er als GMD an das Züricher Opernhaus. 2016 wurde er Musikdirektor in Florenz.

Das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino wurde 2014 eröffnet und ist der Sitz des Opernfestivals Maggio Musicale Fiorentino. Es wird für Opern-, Konzert- und Ballettaufführungen genutzt. Entworfen wurde es von ABDR Architetti Associati, die Baukosten von 150 Millionen Euro wurden von Stadt, Region und dem Land Italien getragen. Es verfügt über 5.000 Sitzplätze, die auf drei Räumlichkeiten verteilt sind. Bisherige Musikdirektoren waren Zubin Mehta und Fabio Luisi.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Stiftung Mozarteum erhält wertvolle Mozart-Autographe
Dokumente sowie Haarbüschel aus Besitz von Carl Wilhelm Doell (06.12.2019) Weiter...

Royal Opera House und Metropolitan Opera trennen sich von Tenor Vittorio Grigolo
Ermittlungen zu Belästigungsvorwürfen abgeschlossen (06.12.2019) Weiter...

Theater und Orchester Bielefeld: Ehemaliger Intendant Bruns gestorben
Theaterleiter wurde 84 Jahre alt (05.12.2019) Weiter...

Wiener Staatsoper: Gemälde des Eisernen Vorhangs für 96.000 Euro versteigert
Rekordergebnis für Künstlerin Martha Jungwirth (05.12.2019) Weiter...

Lucerne Festival: Ergebnis zu Mobbinguntersuchungen liegt vor
Vorwürfe werden durch Gutachten entkräftet (05.12.2019) Weiter...

Staatstheater Kassel: Bühnentechnik muss saniert werden
Kosten werden auf 20 Millionen Euro geschätzt (05.12.2019) Weiter...

Rechnungshof rügt Staatstheater Wiesbaden
Mehr Ausgabendisziplin gefordert (05.12.2019) Weiter...

Staatsminister Stibler will Münchner Konzertsaal nach Mariss Jansons benennen
Bau des neuen Konzertsaals soll in einigen Jahren beginnen (05.12.2019) Weiter...

Großer Kulturpreis für Choreograf Martin Schläpfer
Auszeichnung ist mit 30.000 Schweizer Franken dotiert (04.12.2019) Weiter...

Wiener Staatsoper: Original-Bild des Eisernen Vorhangs wird versteigert
Werk wird auf 60.000 bis 100.000 Euro geschätzt (04.12.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (11/2019) herunterladen (4454 KByte) Class aktuell (4/2019) herunterladen (4308 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Jean-Baptiste Loeillet: Sonata III op.1 in G minor - Poco Allegro

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Liv Migdal im Portrait "Man spielt mit den Ohren!"
Liv Migdal im Gespräch mit klassik.com.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich