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Montag, 10. August 2020

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Komponist John Rutter, © johnrutter.com

Komponist John Rutter, © johnrutter.com

Festkonzert im Münster. Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro

Europäischer Kirchenmusikpreis für John Rutter

Schwäbisch Gmünd, . Der britische Komponist John Rutter hat den Preis der Europäischen Kirchenmusik 2019 erhalten. Die Stadt Schwäbisch Gmünd ehrt ihn mit dieser Auszeichnung für seine Verdienste um die Geistliche Musik: John Rutter zählt gegenwärtig zu den bedeutendsten und populärsten Vertretern des Genres. Die Verleihung des Preises fand im Münster der Stadt Schwäbisch Gmünd im Rahmen eines Konzertes statt. Dabei sang der Chamber Choir of Europe unter Nicol Matt unter anderem ein Werk Rutters. Dieser erhielt den Preis von Oberbürgermeister Richard Arnold, die Laudatio war am Vorabend von Chorleiter Prof. Reiner Schuhenn aus Köln gehalten worden.

John Rutter, 1945 in London geboren, besuchte wie Sir John Tavener (EKM-Preisträger 2013) die Highgate School und studierte anschließend Musik am Clare College in Cambridge. Von 1975 bis 1979 war er als Musikdirektor am Clare College tätig. Seit 1980 ist er Ehrenmitglied des Westminster Choir College an der Princeton-Universität und seit 1988 Mitglied der Guild of Church Musicians. 1996 erhielt er das „Lambeth Doctorate of Music“ in Anerkennung seiner Verdienste um die Geistliche Musik, 2007 wurde Rutter „Commander of the Order of the British Empire“ (CBE) und 2013 mit der „Orlando di Lasso-Medaille“ des Allgemeinen Cäcilien-Verbandes für Deutschland (ACV) ausgezeichnet. Als Gastdirigent und Dozent ist er weltweit in vielen Konzertsälen, Universitäten, Kirchen, bei Musikfestivals und Konferenzen zu erleben. 1983 gründete er sein eigenes Plattenlabel „Collegium Records“ und das Ensemble „The Cambridge Singers“, das sich hauptsächlich auf die Aufnahme seiner Musik konzentriert. Neben CD-Produktionen mit weihnachtlicher Chormusik von John Rutter sind Werke für Chor, Orchester, Kammer- und Instrumentalmusik erschienen. Rutter war darüber hinaus Mitherausgeber verschiedener Chormusik-Sammlungen, etwa der beliebten mehrbändigen Reihe „Carols for Choir“, die er mit seinem Mentor und Freund Sir David Willcocks veröffentlichte. Zu den größten Erfolgen des britischen Komponisten zählen das „Gloria“, „Requiem“ und „Magnificat“, die „Mass of the Children“ und Chorsätze wie „The Lord bless you and keep you“ oder „This is the day“, die bei den royalen Hochzeiten von Prinz William und Catherine Middleton (2011) und Prinz Harry und Meghan Markle (2018) zur Aufführung kamen. Sein Auftragswerk für das goldene Thronjubiläum von Queen Elizabeth II., eine Vertonung des 150. Psalms, erklang erstmals 2002 in der St. Paul’s Cathedral in London.

Der Preis der Europäischen Kirchenmusik ist mit 5.000 Euro dotiert. Seit 1999 zeichnet er hochrangige Interpreten und Komponisten für wegweisende Leistungen im Bereich der Geistlichen Musik aus. Zu den bisherigen Preisträgern gehören die Komponisten Petr Eben, Sofia Gubaidulina, Klaus Huber, Arvo Pärt, Younghi Pagh-Paan, Krzysztof Penderecki, Wolfgang Rihm, Dieter Schnebel, Sir John Tavener und Hans Zender, die Dirigenten Frieder Bernius, Marcus Creed, Eric Ericson, Hans-Christoph Rademann und Helmuth Rilling, der Organist Daniel Roth, der Kammersänger Peter Schreier, der Musikwissenschaftler, Dirigent und Komponist Clytus Gottwald, der Gregorianik-Experte Godehard Joppich und der Thomanerchor Leipzig. In diesem Jahr wurde der Preis der Europäischen Kirchenmusik Schwäbisch Gmünd zum 21. Mal verliehen.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Wolfgang Rihm
Portrait Helmuth Rilling

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