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Samstag, 25. Januar 2020

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Ost-Ampelmännchen, © Ampelmann GmbH

Ost-Ampelmännchen, © Ampelmann GmbH unter CC BY-SA 4.0

Antrag aus dem Stadtrat muss noch von der Verwaltung geprüft werden

Richard Wagner soll Ampelmännchen werden

Bayreuth, . In Bayreuth haben vier Stadträte einen Antrag auf die Umrüstung von vier Fußgängerampeln gestellt. In Zukunft sollen die Ampelmännchen die Silhouette des Komponisten Richard Wagner haben. Das vorgelegte Motiv stammt von Karikaturist Matthias Ose, der auf Anfrage von Stephan Müller (Bayreuther Gemeinschaft), Klaus Wührl-Struller (Bündnis 90/Die Grünen), Christa Müller-Feuerstein (fraktionslos) und Halil Tasdelen (SPD) das neue Männchen entwarf. Die neuen Ampeln sollen den Weg vom Hauptbahnhof zum Festspielhaus weisen. "Zur Verdeutlichung der Verbundenheit der Stadt mit den Bayreuther Festspielen fänden wir es charmant und sympathisch, die Motiv-Entwürfe von Richard Wagner als 'augenzwinkernde Wegweisung' an den Fußgängerampeln entlang der Bahnhofstraße und Bürgerreuther Straße anzubringen.," so der Antrag.

Vorbild waren die Bremer Ampeln mit den Stadtmusikanten, Ampeln in Mainz, die die Mainzelmännchen zeigen, Elvis-Ampeln in Friedberg sowie die Ampeln mit Otto-Waalkes-Motiv in Emden. Obwohl derartige Ampeln in anderen Städten wie Bamberg auch schon ausgeschlagen wurden, da sie vom Verkehr ablenken würden, sehen die vier Stadträte kein Problem mit dem neuen Motiv. Als Argument werden auch die geringen Kosten angeführt: Das Anfertigen einer Schablone kostet rund 450 Euro, Duplikate jeweils 8 Euro. Die Stadtverwaltung wird nun die Zulässigkeit prüfen. Besprochen wird der Antrag voraussichtlich in der nächsten Sitzung des Stadtrats.

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er sein Musikstudium in Dresden und nahm Unterricht bei dem Thomaskantor Theodor Weinlig. 1833 wurde Wagner Korrepetitor in Würzburg. Später folgten Stationen in Magdeburg, Königsberg, Dresden und München als Hofkapellmeister. Nach Ende seines Münchener Aufenthaltes zog er 1866 nach Triebschen bei Luzern, wo er zumeist mit Cosima, Tochter Franz Liszts und Ehefrau Bülows, wohnte. Vier Jahre später heirateten sie und zogen 1872 nach Bayreuth. Dort legte Wagner den Grundstein für das Festspielhaus, in dem 1876 die ersten Festspiele mit der Gesamtaufführung des 'Ring des Nibelungen' stattfanden. Wagners Schaffen umfaßt neben einigen Liedern, Orchester- und Chorwerken hauptsächlich Opern, darunter neben dem 'Ring' 'Der fliegende Holländer', 'Tannhäuser', 'Lohengrin', 'Tristan und Isolde' und 'Die Meistersinger von Nürnberg'. Richard Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig.

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