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Samstag, 21. September 2019

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Die Zauberflöte mit den meisten Aufführungen an deutschen Bühnen

Verdi führt Opernstatistik 2017/18 an

Köln, . Der Deutsche Bühnenverein, die Interessenvereinigung deutschsprachiger Theater, hat seine Werkstatistik für die vorangegangene Saison veröffentlicht.  Die Werkstatistik 2017/2018 beruht auf den Daten zu Werken und Inszenierungen samt Aufführungs- und Zuschauerzahlen. Eingeflossen sind die Daten von insgesamt 464 deutschsprachigen Theatern. In die Statistik flossen Zahlen von 386 deutschen Theatern ein, hinzu kommen 78 Häuser aus Österreich und der Schweiz.

Den Angaben zufolge zählten die beteiligten Theater in der Spielzeit 2017/2018 insgesamt 22.924.228 Zuschauer in Deutschland, im gesamten deutschsprachigen Raum waren es 27.491.187, fast genauso viele wie in der Saison davor. Auch die Abweichungen im Verhältnis der unterschiedlichen Sparten zueinander sind minimal.

In Deutschland gab es 866 Operninszenierungen, davon 35 Uraufführungen. Der Anteil der zeitgenössischen Opern lag mit 138 bei rund 16 Prozent. Insgesamt am häufigsten inszeniert wurde 2017/18 mit 34 Inszenierungen Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel", gefolgt von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Zauberflöte" mit 31 Inszenierungen und Giacomo Puccinis "Tosca" mit 20 Inszenierungen. Inklusive Österreich und der Schweiz liegt Giuseppe Verdis "La traviata" auf Platz drei. Am häufigsten aufgeführt wurde hingegen die "Zauberflöte", sie liegt in Deutschland mit 286 Aufführungen vor "Hänsel und Gretel" (239 Aufführungen) und "Tosca" (166 Aufführungen). Im gesamten deutschsprachigen Raum rückte Georges Bizets "Carmen" auf Rang drei. Dort lag das Werk außerdem in Anbetracht der Zuschauerzahlen vorne, während in Deutschland weiterhin Mozart (277.510 Besucher) und Humperdincks (169.443 Besucher) Stücke die ersten beiden Plätze belegten.

Sowohl in Deutschland als insgesamt lag Giuseppe Verdi als meistinszenierter Komponist (98 bzw. 118 Inszenierungen) sowie als Komponist mit den höchsten Zuschauerzahlen (583.717 bzw. 754.438 Besucher) vorne. In Deutschland folgten ihm in beiden Kategorien Mozart und Richard Wagner, im gesamten deutschsprachigen Raum rückte bei den Zuschauerzahlen Bizet auf Rang drei. Der Komponist mit den höchsten Aufführungszahlen war 2017/18 Mozart (742 bzw. 929 Aufführungen), gefolgt von Verdi und Puccini.

Im Bereich der zeitgenössischen Opern, zu dem alle nach 1945 uraufgeführten Werke gezählt werden, wurden Igor Strawinkys "The Rake’s Progress" und Francis Poulencs "Dialogues des Carmélites" am häufigsten inszeniert, in Deutschland jeweils vier Mal. Es folgten Benjamin Brittens "Peter Grimes" und Gian Carlo Menottis "Der Konsul". Die höchsten Zuschauerzahlen hatte in Deutschland mit 12.534 Besuchern Poulencs "Dialogues des Carmélites", inklusive Österreich und der Schweiz lag Brittens "Death in Venice" mit 14.589 Zuschauern vorn. In Deutschland folgten auf den ersten Platz "Peter Grimes" und "The Rake’s Progress", in der gesamten deutschsprachigen Region ebenfalls "The Rake’s Progress" und dazu Gottfried von Einems "Dantons Tod".

Der Deutsche Bühnenverein (DBV) wurde 1846 in Oldenburg gegründet und ist der Bundesverband aller öffentlichen und privaten Träger der deutschen Theater und Orchester. Der Verein nimmt die Interessen seiner 430 Mitglieder in politischer und arbeitsrechtlicher Hinsicht wahr und berät diese.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Georges Bizet
Portrait Engelbert Humperdinck
Portrait Wolfgang Amadeus Mozart
Portrait Giacomo Puccini
Portrait Johann Strauß, jun.
Portrait Giuseppe Verdi
Portrait Richard Wagner

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