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Dienstag, 9. August 2022

Rathaus Hamburg, © Daniel Schwen

Rathaus Hamburg, © Daniel Schwen unter CC BY-SA 2.5

Neue Namen für insgesamt neun Verkehrsflächen

Hamburg ehrt Komponist Paul Abraham mit Grünanlage

Hamburg, . Die Stadt Hamburg plant zu Ehren des Komponisten Paul Abraham, eine Teilfläche der Parkanlage Grindelberg umzubenennen. Neben der Umbenennung des Parks in Harvestehude beschloss der Hamburger Senat neue Namen für acht weitere Verkehrsflächen. Darunter ist auch ein dem Park naher Kreisverkehr, der künftig den Namen Arie-Goral-Platz tragen soll.

"Mit den aktuellen Benennungen erinnern wir unter anderem an zwei Verfolgte des Nationalsozialismus, die durch ihre Biographie eng mit der Geschichte Hamburgs verbunden sind.", so Kultursenator Carsten Brosda (SPD). Die dauerhafte Sichtbarkeit der Namen solle sowohl ihrem künstlerischen Schaffen als auch ihrem Leid durch die Nationalsozialisten gedenken.

Paul Abraham wurde am 2. November 1892 im ungarischen Apatin geboren. Nach einem Studium an der Musikakademie Budapest von 1913 bis 1917 wurde er 1927 Kapellmeister am dortigen Operettentheater, wo u. a. 1930 seine erste Operette "Viktoria und ihr Husar" uraufgeführt wurde. Durch große Erfolge in Deutschland, unter anderem durch ein Lied aus "Der Gatte des Fräuleins" sowie der Mitarbeit am ersten UFA-Tonfilm, zog er nach Berlin. 1933 wurde sein Erfolg durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten gebremst und er ging zurück nach Budapest. Als Ungar mit jüdischen Wurzeln floh er 1938 zunächst nach Paris und nach Kriegsbeginn über Kuba nach New York. 1956 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte in Hamburg. Paul Abraham starb am 6. Mai 1960 in Hamburg.

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