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Mittwoch, 13. November 2019

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Wiener Staatsoper, © Manuela Bachmann

Wiener Staatsoper, © Manuela Bachmann

Musiker wurde 83 Jahre alt

Komponist Iván Eröd verstorben

Wien, . Nachdem er noch vor einigen Tagen mit der Goldmedaille des Kennedy Centers ausgezeichnet worden war, ist der Komponist Iván Eröd im Alter von 83 Jahren gestorben, so eine Meldung der Wiener Staatsoper. Der Musiker verstarb in einem Wiener Krankenhaus.

Iván Eröd wurde am 2. Januar 1936 in Budapest geboren. Er studierte zwischen 1951 und 1956 an der Musikhochschule „Ferenc Liszt“ in Budapest Klavier und Komposition. Unterrichtet wurde er von Pál Kadosa und Ferenc Szabó. Nach dem gescheiterten ungarischen Volksaufstand 1956 zog er nach Österreich, wo er nach einer kurzen Zeit aus dem Flüchtlingslager ausriss und sich in Wien niederließ. Eröd erhielt ein US-amerikanisches Stipendiums und konnte so von 1957 bis 1961 an der Wiener Musikakademie sein Studium bei Richard Hauser, Karl Schiske und Hanns Jelinek fortsetzen. 1960 gab er seinen ersten Soloabend im Wiener Brahms-Saal der Gesellschaft der Musikfreunde. Es folgten international noch rund 500 Auftritte. Nach dem Studium war er bis 1968 Solorepetitor und Studienleiter der Wiener Staatsoper und der Wiener Festwochen. Danach übernahm er einen Lehrauftrag an der Grazer Musikhochschule, den er bis 1989 ausführte, ab 1975 als Professor für Komposition und Musiktheorie. Ab 1989 lehrte Eröd als Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Außerdem war er ab 2009 Mitgleid der Széchenyi Akademie der Künste. 1970 wurde Eröd der Staatspreis für Musik verliehen, später erhielt er den Preis der Stadt Wien für Musik (1986), das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (2001) sowie das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Eröds drei Söhne sind ebenfalls Musiker. Eröd starb im Juni 2019 in Wien.

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