> > > Sängerin Cecilia Bartoli sagt Auftritte in Mailand ab
Mittwoch, 13. November 2019

Mezzosopranistin will den in Ungnade gefallenen Intendanten Pereira unterstützen

Sängerin Cecilia Bartoli sagt Auftritte in Mailand ab

Mailand, . Die italienisch-österreichische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli hat ihre kommenden Auftritte im Oktober und November an der Mailänder Scala abgesagt. Über ein soziales Netzwerk kündigte sie an, nicht länger an der Neuproduktion von Händels "Giulio Cesare in Egitto" als Cleopatra mitwirken zu wollen. Ebenfalls betroffen sind Aufführungen von "Semele" (2020) und "Ariodante" (2021). Grund für ihre Entscheidung sei der nicht verlängerte Vertrag des Noch-Intendanten Alexander Pereira. Vergangene Woche hatten Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala und der Aufsichtsrat verkündet, den seit 2014 laufenden Vertrag im kommenden Jahr auslaufen zu lassen (klassik.com berichtete).

Bartoli wurde am 4. Juni 1966 in Rom geboren und studierte an der Accademia di S. Cecilia in Rom. Ihr offizielles Debüt gab sie im Jahr 1985, durch ihren Auftritt in einem Gedenkkonzert für Maria Callas in Paris wurde sie international bekannt. Es folgten Engagements an großen Opernhäusern, darunter Rom, Zürich, Lyon, Barcelona, Houston und Dallas. Sie spezialisierte sich vor allem auf Mozart und Rossini. Im Jahr 1989 gab sie ihren ersten Liederabend in der Londoner Wigmore Hall, ein Jahr später in der New Yorker Avery Fisher Hall. Sie sang unter Herbert von Karajan bei den Salzburger Osterfestspielen, unter Zubin Mehta beim Florenzer Maggio Musciale, unter Daniel Barenboim bei den Salzburger Festspielen und unter Riccardo Muti an der Mailänder Scala. Im Jahr 2007 wurde die Cecilia Bartoli-Musikstiftung gegründet, seit 2012 ist die Sängerin künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele. Zu ihren Auszeichnungen zählen mehrere Echos von 1994 bis 2008, der französische "Chevalier des Arts et des Lettres", die Ernennung zum "Honorary Member" der Royal Academy of Music, der Ehrendoktor des University College Dublin und der Herbert-von-Karajan-Musikpreis 2012.

Das Teatro alla Scala, auch Mailänder Scala genannt, wurde 1778 als Nachfolgebau des Teatro Regio Ducale eröffnet. Für den Neubau ließ Maria Theresia die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen. Nachdem das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, gelang der Wiederaufbau in kürzester Zeit, sodass es im Mai 1946 wiedereröffnet werden konnte. Durch den überhasteten Wiederaufbau wurden jedoch umfangreiche Sanierungen notwendig, die von 2001 bis 2004 unter der Leitung von Mario Botta durchgeführt wurden. Dabei wurde die Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht, während die ursprüngliche Inneneinrichtung wiederhergestellt werden konnte. Noch-Intendant ist Alexander Pereira, Musikdirektor ist Riccardo Chailly.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Cecilia Bartoli

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