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Dienstag, 12. November 2019

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Festspielhaus Baden-Baden, © Patrick Pelster

Festspielhaus Baden-Baden, © Patrick Pelster unter CC BY-SA 3.0 DE

Wilhelm Holzbauer wurde 88 Jahre alt

Architekt des Festspielhauses Baden-Baden gestorben

Wien, . Der österreichische Architekt Wilhelm Holzbauer ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Dies bestätigte seine Frau Mari Izumi-Holzbauer. Holzbauer galt in den 70er- und 80er- Jahren als Visionär und zeichnete u.a. verantwortlich für das Festspielhaus Baden-Baden.

Holzbauer wurde 1930 in Itzling geboren. Er besuchte die Gewerbeschule und studierte im Anschluß Architektur in Wien an der Akademie der bildenden Künste sowie in Boston am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Er forschte in der "Arbeitsgruppe 4" an Weltraumschulen und anderen utopischen Projekten. 1964 gründete Holzbauer sein eigenes Büro. Vier Jahre lang war Holzbauer, der auch diverse Lehraufträge inne hatte, Rektor der Hochschule für angewandte Kunst. Er realisierte in seinem Leben mehr als 500 Bauten, darunter u. a. Kulturbauten, Bürotürme, Wohnhäuser, die Wiener U-Bahnstationen und sogar ein Bühnenbild (1999) für Franz Lehárs "Die lustige Witwe" an der Wiener Staatsoper, wobei er auch die Kostüme mitgestaltete. Bekannt wurde er vor allem auch für seine Musikbauten: In den Achtzigerjahren entstand das "Het Muziektheater" in Amsterdam. Mitte der Neunzigerjahre entwarf er das Festspielhaus Baden-Baden, wo er eine große Halle mit mehr als 2500 Sitzen in einen stillgelegten Bahnhof integrierte. Für die Salzburger Festspiele gestaltete er das "Haus für Mozart" '(2006) sowie in Zusammenarbeit mit dem Sieger der Ausschreibung, das Kleine Festpielhaus.

Zu seinen Auszeichnungen zählen u.a. der Staatspreis der Akademie der Bildenden Künster (1959), das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Wien (1978), der Preis des Landes Salzburg sowie der Ehrenring der Stadt Salzburg (1986), die Goldene Ehrenmedaille der Stadt Wien (1991). Im Jahr 1997 wure Holzbauer Ehrenmitglied im Bund Deutscher Architekten BDA, 2000 wurde er mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Er starb am 15. Juni 2019 in Wien.

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