> > > Daniel Barenboim wird Ehrendirigent der Berliner Philharmoniker
Montag, 17. Juni 2019

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Philharmonie Berlin, © Manfred Brückels

Philharmonie Berlin, © Manfred Brückels unter CC BY-SA 3.0

50. Dirigierjubiläum am 14. Juni 2019

Daniel Barenboim wird Ehrendirigent der Berliner Philharmoniker

Berlin, . Aus Anlass seines 50. Dirigierjubiläums mit dem Orchester und als Ausdruck der langjährigen Verbundenheit haben die Berliner Philharmoniker Daniel Barenboim zum Ehrendirigenten ernannt. Seinen ersten Auftritt am Dirigentenpult der Berliner Philharmoniker hatte Daniel Barenboim am 14.6.1969. Mit dem Programm des damaligen Konzertes feiert er in dieser Woche den 50. Jahrestag seines Debüts. Seitdem wurden unter seiner Leitung inklusive der in dieser Woche stattfindenden Aufführungen 229 Konzerte aufgeführt, darunter 49 auf Konzertreisen. Daniel Barenboim wurde 1992 erstes Ehrenmitglied der Berliner Philharmoniker und ist nun auch der erste Künstler, der zum Ehrendirigenten des Orchesters ernannt wird.

Orchestervorstand Knut Weber zur Ehrung Barenboims: "Seit seinem Dirigierdebüt ist Daniel Barenboim der Gastdirigent, der unserem Orchester am engsten verbunden ist. Viele große Konzertabende bleiben uns in Erinnerung. Daniel Barenboim hat uns auch immer wieder mit vielen musikalischen Raritäten bekanntgemacht, von Werken Elgars bis zur Musik seiner argentinischen Heimat. Hinzu kommen unvergessliche gemeinsame Erlebnisse wie unser spontanes Konzert zum Mauerfall am 12. November 1989 und unsere Israel-Tournee im Frühjahr 1990. Wenn wir Daniel Barenboim nun zu unserem Ehrendirigenten ernennen, verneigen wir uns nicht nur vor einem großen Musiker, sondern auch vor einem wunderbaren Weggefährten und Freund."

Daniel Barenboim wurde 1942 in Buenos Aires geboren. Im Alter von 10 Jahren gab Barenboim sein erstes internationales Konzert. Es folgten Auftritte in Paris 1955, London 1956, New York 1957 sowie regelmäßige Tourneen durch Europa, die USA, Südamerika, Australien und Fernost. Ab 1967 war er als Dirigent in London mit dem New Philharmonia Orchestra tätig, später ab 1969 auch in Berlin, New York und Chicago. 1975 übernahm er die Nachfolge Georg Soltis als Dirigent des Orchestre de Paris. Von 1973 bis 1989 war er Chefdirigent des English Chamber Orchestra und von 1987 bis 1989 künstlerischer Direktor der Opéra de la Bastille in Paris. 1981 debütierte er in Bayreuth mit "Tristan und Isolde", 1988 übernahm er den "Ring des Nibelungen". Von 1991 bis 2006 war er Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra, 1992 wurde er zusätzlich künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Deutschen Staatsoper Berlin. Neben unzähligen anderen Auszeichnungen wurde ihm 2010 der Westfälische Friedenspreis für sein Bemühen um den Dialog im Nahen Osten und die Annäherung zwischen Israelis und Palästinensern, unter anderem im Rahmen des West-Eastern Divan Orchestra, verliehen.

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden wurde im Jahr 1742 eröffnet. Zahlreiche Opern erlebten hier ihre Uraufführung, darunter Alban Bergs "Wozzeck". Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zweimal durch Bombentreffer vollständig zerstört. Es folgte der Neuaufbau in den Jahren 1952 bis 1955. Die Staatsoper ist das älteste Opernhaus und Theatergebäude in Berlin und verfügt derzeit über 1.396 Plätze. Zuletzt wurde es von 1983 bis 1986 umfassend restauriert. Die Deutsche Oper Berlin ist das größte der drei Berliner Opernhäuser. Sie wurde 1961 als Ersatz für die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Deutsche Oper eröffnet. Mit 1.859 Sitzplätzen ist das Haus eines der größten Theater Deutschlands. Gemeinsam mit der Staatsoper Unter den Linden, der Komischen Oper, dem Staatsballett und der Bühnenservice GmbH bildet es die Stiftung "Oper in Berlin".

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