> > > Philadelphia Orchestra erhält 55 Millionen US-Dollar Spende
Dienstag, 20. August 2019

Geschäftsführer Matías Tarnopolsky, Music Director Yannick Nézet-Séguin und der Chairman des Board of Directors, Richard Worley, © Jessica Griffin

Geschäftsführer Matías Tarnopolsky, Music Director Yannick Nézet-Séguin und der Chairman des Board of Directors, Richard Worley, © Jessica Griffin

Sponsoren bleiben anonym

Philadelphia Orchestra erhält 55 Millionen US-Dollar Spende

Philadelphia, . Das Philadelphia Orchestra hat ein Spende in Höhe von 55 Millionen US-Dollar (ca. 48,8 Millionen Euro) erhalten. Der Großteil der Spende ist als Schenkung vorgesehen, fünf Millionen Dollar sollen Betriebskosten decken. Überwiesen wurde das Geld, das die größte Spende in der Geschichte des Orchesters darstellt, von der Silicon Valley Community Foundation, doch die eigentlichen Spender blieben anonym. Eine ansässige Zeitung nannte ein unbekanntes Paar als Sponsoren. Das Orchester zeigte sich sehr dankbar für das Geld, 2011 mußte es nach einem Bankrott mit dem finanziellen Neuaufbau beginnen.

Die Spende zählt zu den größten jemals in der klassischen Musik getätigten Spenden. In 2002 erhielt das San Diego Symphony Orchestra eine Spende über 100 Millionen Dollar, in 2009 wurden 85 Mio. Dollar für klassische Musik in Cincinnati gespendet.

Das aktuell aus 97 Musikern bestehende Philadelphia Orchestra, dessen jährliches Budget rund 50 Millionen Dollar beträgt, gehört gemeinsam mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Cleveland Orchestra zu den sogenannte "Big Five". Damit werden die populärsten und qualitativ am höchsten stehenden Orchester der USA bezeichnet. Mittlerweile ist der Begriff aufgrund von Veränderungen in der Orchesterlandschaft der USA jedoch umstritten. Das Orchester wurde im Jahr 1900 gegründet. Die Konzerte des Klangkörpers in Philadelphia finden im Kimmel Center for the Performing Art statt. Bedeutende Chefdirigenten der Vergangenheit waren unter anderem Leopold Stokowski, Eugene Ormandy, Riccardo Muti, Wolfgang Sawallisch und Christoph Eschenbach. 2012 hat Yannick Nézet-Séguin das Amt des Chefdirigenten angetreten.

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