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Freitag, 23. August 2019

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Verleihung des Ernst-von-Siemens Musikpreises 2019, © Stefanie Loos

Verleihung des Ernst-von-Siemens Musikpreises 2019, © Stefanie Loos

Förderpreise für Annesley Black, Ann Cleare und Mithatcan Öcal

Ernst von Siemens Musikpreis für Komponistin Rebecca Saunders

München, . Die englische Komponistin Rebecca Saunders ist mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet worden. Ausgezeichnet wurde die Musikerin für ihr Werk, welches "bedeutende Spuren in der Musikgeschichte der Gegenwart hinterlässt". Ferner begründete die Findungskommission ihre Wahl damit, dass Saunders "mit jedem Stück einen weiteren Schritt gewagt" habe, was zur Entwicklung einer "eigene[n] Klangsprache" geführt habe. Neben Saunders wurden außerdem drei weitere Komponisten mit Förderpreisen ausgezeichnet: Annesley Black, Anne Cleare und Mithatcan Öcal.

Der Hauptpreis, der mit 250.000 Euro dotiert ist, wurde von Peter Ruzicka, Stiftungsratsvorsitzendem und Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, überreicht, die Förderpreise von Thomas Angyan, Kuratoriumsvorsitzenden der Ernst von Siemens Musikstiftung. Die Verleihung fand im Prinzregententheater München überreicht. Musikalisch untermalt wurde die Verleihung vom Ensemble Musikfabrik, das Saunders‘ Stück „Skin“ spielte. Außerdem wurden Uraufführungen der anderen ausgezeichneten Künstler gespielt.

Rebecca Saunders wurde am 19. Dezember 1967 in London geboren. Sie wuchs in einer musikalischen Familie auf und studierte Violine und Komposition an der Universität Edinburgh. An der Hochschule für Musik in Karlsruhe setzte sie 1991 bis 1994 unter Wolfgang Rihm ihr Studium fort. Drei Jahre später promovierte sie bei Nigel Osborne im Fach Komposition. Im Jahr 2000 gab sie Unterricht bei den Darmstädter Ferienkursen, daraufhin war sie von 2005 bis 2006 beim Konzerthaus Dortmund als Composer in residence engagiert. Während der Spielzeit 2009/10 arbeitete sie bei der Staatskapelle Dresden als Capell-Compositeur. Als freischaffende Komponistin lebt sie nun in Berlin, wo sie 2009 zum Mitglied der Akademie der Künste ernannt wurde. 2011 nahm sie eine Professur an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover an. Seit 2013 schreibt sie Duos und Solo-Stücke für verschiedene Instrumentengruppen. Ihr Schaffen brachte ihr unter anderem den Förderpreis des Ernst von Siemens Musikpreises (1996), den Kompositionspreis der ARD, den Hindemith-Preis (2003), den Mauricio Kagel Musikpreis der Kunststiftung NRW (2015) und den Busoni Förderpreis der Akademie der Künste Berlin ein. Insgesamt hat sie bereits über 60 Werke komponiert.

Der Ernst von Siemens Musikpreis wird seit 1973 von der Schweizer Ernst von Siemens Musikstiftung vergeben. Gefördert werden 2019 weltweit rund 120 Projekte im zeitgenössischen Musikbereich, die Fördergelder belaufern sich auf 3,5 Millionen Euro. Der größte Anteil der Förderung entfällt auf Kompositionsaufträge, aber auch Festivals, Konzerte, Kinder- und Jugendprojekte sowie Publikationen werden mit Fördergeldern bedacht. Die Dotierung des Hauptpreises liegt bei 250.000 Euro, während die Komponisten-Förderpreisträger jeweils 35.000 Euro sowie die Produktion einer Porträt-CD erhalten. Die Stiftung vergibt in diesem Jahr über 3,5 Millionen Euro an Fördergeldern. Frühere Preisträger waren unter anderen Per Norgard, Christoph Eschenbach, Peter Gülke, Mariss Jansons, Michael Gielen, Klaus Huber, Anne-Sophie Mutter, Daniel Barenboim, Henri Dutilleux, Alfred Brendel, Nikolaus Harnoncourt und Wolfgang Rihm.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Michael Gielen
Portrait Wolfgang Rihm

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