> > > Wiener Mozarthaus zeigt Geige von Leopold Mozart
Montag, 17. Juni 2019

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Rudolf Hopfner, Gerhard Vitek, Kurt Gollowitzer, © Barbara Nidetzky

Rudolf Hopfner, Gerhard Vitek, Kurt Gollowitzer, © Barbara Nidetzky

Leihgabe des Kunsthistorischen Museums Wien ist bis Ende Juni zu sehen

Wiener Mozarthaus zeigt Geige von Leopold Mozart

Wien, . Das Wiener Mozarthaus stellt zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart dessen Instrument aus. Die Original-Violine ist seit dem Jahr 2000 im Besitz des Kunsthistorischen Museums Wien und wird in der Sammlung alter Musikinstrumente aufbewahrt. Für die Sonderausstellung konnte die Stiftung Mozarteum das Instrument bis Ende Juni entleihen. Die Geige stammt aus dem österreichisch-böhmischen Raum, eine Besonderheit sind der Saitenhalter sowie der Wirbel aus Elfenbein. Gerhard Vitek, Direktor des Mozarthauses, nannte die Ausstellung einen "ganz besonderen Moment". Bei der Präsentation der Geige würdigte Rudolf Hopfner von der Sammlung alter Musikinstrumente den Vater von Wolfgang Amadeus Mozart als "hervorragenden Pädagogen und fürsorglichen Vater, […] die am meisten unterschätzte Musikpersönlichkeit überhaupt".

Johann Georg Leopold Mozart wurde am 14. November 1719 in Augsburg geboren. 1737 zog er nach Salzburg, um Philosophie zu studieren. Im Laufe seines Studiums erkannte er sein Interesse für Musik. 1740 wurde Mozart Geiger und Kammerdiener am Hof des Reichsgrafen und Salzburger Domherrn Johann Baptist von Thurn und Taxis, später (1763) wurde er Vizekapellmeister. 1743 wurde er als vierter Violinist in die Salzburger Hofkapelle aufgenommen, ab dem Folgejahr gab er Unterricht. 1747 wurde er zum "Hof- und Cammer-Componist" erhoben. Im gleichen Jahr heiratete er Anna Maria Pertl, mit der er sieben Kinder haben sollte, darunter Wolfgang Amadeus und Maria Anna Mozart. 1756 weitete er seine pädagogischen Tätigkeiten aus und veröffentlichte den "Versuch einer gründlichen Violinschule". Er förderte nebenbei die musikalische Karriere seiner Kinder und unternimmt häufige Reiseurlaube. Außerdem komponierte er selbst Musik, darunter 48 Sinfonien, sechs Divertimenti, zwölf Violinduos und fünf Flötenkonzerte. Leopold Mozart starb am 28. Mai 1787 in Salzburg.

Das Mozarthaus Vienna, wie die 2006 eingerichtete Gedenkstätte offiziell heißt, befindet sich im Camesinahaus in der Wiener Domgasse 5 nahe des Stephansdoms. Mozart wohnte zwischen 1784 und 1787 im ersten Stock des Hauses. Im Zuge der Mozart-Feierlichkeiten im Jahr 2006 wurde die Gedenkstätte durch die Wien Holding neu konzipiert.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Wolfgang Amadeus Mozart

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