> > > Verwirrung um angebliches Karriereende von Gidon Kremer
Montag, 17. Juni 2019

Gidon Kremer beim Kammermusikfest Lockenhaus (2008), © Guus Krol

Gidon Kremer beim Kammermusikfest Lockenhaus (2008), © Guus Krol unter CC BY-SA 4.0

Management widerspricht Medienberichten

Verwirrung um angebliches Karriereende von Gidon Kremer

Hannover, . Medienberichte zum angekündigten Karriereende des Violinisten Gidon Kremer haben für Verwirrung gesorgt. Den Meldungen zufolge soll Kremer bei einem Konzert bei den Hannoveraner Kunstfestspielen Herrenhausen das bevorstehende Ende seiner Karriere bekannt gegeben haben. Nachdem er seine für Geige transkribierten Stücke von Mieczyslaw Weinberg gespielt hatte, hätte der 72-jährige Musiker verkündet, noch rund 100 Konzerte in seinem Leben geben zu wollen. Zwar gebe das Geigen ihm Kraft, jedoch sei das Reisen zu Auftritten ihm zu anstrengend, so die ortsansässige Hannoversche Allgemeine. Weitere Medien übernahmen im Anschluss die Meldung ungeprüft. Auf Nachfrage von klassik.com bei seiner zuständigen Künstleragentur hat diese etwaige Pläne für ein bevorstehendes Karriereende allerdings dementiert.

Gidon Kremer wurde 1947 im lettischen Riga geboren. Schon bevor der Geiger 1965 an das Moskauer Konservatorium ging, wurde er im Alter von sechzehn Jahren mit dem Ersten Preis der lettischen Republik ausgezeichnet. 1975 gab Kremer sein erstes Konzert in Deutschland und spielte im darauffolgenden Jahr bei den Salzburger Festspielen. 1981 gründete der Geiger das Kammermusikfest Lockenhaus. Seither findet das Musikfest jedes Jahr statt, seit 1992 unter dem Namen Kremerata Musica. Zudem gründete Kremer 1997 das Streichorchester Kremerata Baltica mit jungen Musikern aus den baltischen Staaten. Seit 2002 ist er künstlerischer Leiter des Basler Festivals Les Muséiques. Der Geiger ist darüber hinaus Autor verschiedener Bücher und Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter das Bundestverdienstkreuz mit Stern, der Ernst von Siemens Musikpreis, die Ehrung als Großoffizier des Verdienstordens der Italienischen Republik sowie der Praemium Imperiale.

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