> > > Sächsische Landesbibliothek macht Opernhandschriften digital zugänglich
Samstag, 15. Juni 2019

1 / 4 >

Die Meistersinger von Nürnberg, 2. Akt, © SLUB Dresden

Die Meistersinger von Nürnberg, 2. Akt, © SLUB Dresden

Semperoper öffnet ihr Archiv

Sächsische Landesbibliothek macht Opernhandschriften digital zugänglich

Dresden, . Die Sächsische Landesbibliothek wird 78 Opernhandschriften aus dem Archiv der Sächsischen Staatsoper digitalisieren. Sie sollen die bereits im Internet verfügbaren Hofopernbestände mit 1.200 Handschriften zu 650 Opern aus den Jahren 1765 bis 1900 ergänzen. Zum 206. Geburtstag von Richard Wagner am 22. Mai wurden in dieser Woche Aufführungsmaterialien zu "Tannhäuser" und "Die Meistersinger von Nürnberg" frei zugänglich gemacht, so eine Mitteilung der Bibliothek und der Dresdner Semperoper. Sie bergen über 100 Jahre Interpretationsgeschichte und sind damit eine wertvolle Quelle nicht nur für die musikwissenschaftliche Forschung. Im Archiv sollen sich künftig Änderungen des Komponisten sowie die Aufführungsgeschichte der Werke nachvollziehen lassen. Das Material der Staatsoper zu den Meistersingern spiegelt die Aufführungsgeschichte von 1869 bis Ende des 20. Jahrhunderts wieder, u.a. unter der Leitung von Ernst Schuch, Karl Böhm und Franz Konwitschny. Ab 2020 plant die Bibliothek die Digitalisierung von Materialien zu Richard Strauss.

Richard Wagner wurde am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren. Im Alter von 18 Jahren begann er sein Musikstudium in Dresden und nahm Unterricht bei dem Thomaskantor Theodor Weinlig. 1833 wurde Wagner Korrepetitor in Würzburg. Später folgten Stationen in Magdeburg, Königsberg, Dresden und München als Hofkapellmeister. Nach Ende seines Münchener Aufenthaltes zog er 1866 nach Triebschen bei Luzern, wo er zumeist mit Cosima, Tochter Franz Liszts und Ehefrau Bülows, wohnte. Vier Jahre später heirateten sie und zogen 1872 nach Bayreuth. Dort legte Wagner den Grundstein für das Festspielhaus, in dem 1876 die ersten Festspiele mit der Gesamtaufführung des 'Ring des Nibelungen' stattfanden. Wagners Schaffen umfaßt neben einigen Liedern, Orchester- und Chorwerken hauptsächlich Opern, darunter neben dem 'Ring' 'Der fliegende Holländer', 'Tannhäuser', 'Lohengrin', 'Tristan und Isolde' und 'Die Meistersinger von Nürnberg'. Richard Wagner starb am 13. Februar 1883 in Venedig.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Richard Wagner

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Tenor Piotr Beczala wird Österreichischer Kammersänger
Wiener Staatsoper ehrt polnischen Sänger (14.06.2019) Weiter...

Komponist gewinnt Klage gegen Schauspielhaus Düsseldorf
Gericht sieht Urheberrechte des Musikers verletzt (13.06.2019) Weiter...

Dirigent Bernard Haitink beendet Karriere
Laufbahn währte 65 Jahre (13.06.2019) Weiter...

Polar-Musikpreis für Geigerin Anne-Sophie Mutter
Auszeichnung ist mit 1 Million Schwedischen Kronen dotiert (13.06.2019) Weiter...

Dänischer Komponist Ib Norholm gestorben
Künstler wurde 88 Jahre alt (12.06.2019) Weiter...

Théodore-Gouvy-Preis für Komponistin Yang Song
Deutsche Radio Philharmonie führt Auftragswerk der Preisträgerin 2020 auf (12.06.2019) Weiter...

Dresdner Musikfestspiele mit Einnahmen-Rekord
58.000 Besucher sorgen für Ticketeinnahmen in Höhe von 2 Millionen Euro (11.06.2019) Weiter...

Keine Straßenmusik während des Leipziger Bachfestes
Stadt verbietet Aufführungen rund um die Thomaskirche (11.06.2019) Weiter...

Salzburger Pfingstfestspiele 2019 ziehen Bilanz
11.400 Besucher am Pfingstwochenende (11.06.2019) Weiter...

Herbert Blomstedt wird Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker
Ernennung Ende Juli (11.06.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (6/2019) herunterladen (3061 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Christian Euler im Portrait "Melancholie ist die höchste Form des Cantabile"
Bratschist Christian Euler im Gespräch mit klassik.com über seine Lehrer, seine neueste SACD und seine künstlerische Partnerschaft zum Pianisten Paul Rivinius.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich