> > > Staatstheater Cottbus: Fristlose Kündigung des Stiftungsleiters unwirksam
Montag, 17. Juni 2019

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Staatstheater Cottbus, © Manuela Bachmann

Staatstheater Cottbus, © Manuela Bachmann

Klage gegen Kündigung vor Bühnenschiedsgericht erfolgreich

Staatstheater Cottbus: Fristlose Kündigung des Stiftungsleiters unwirksam

Cottbus, . Die Kündigung von Martin Roeder, Verwaltungsdirektor des Staatstheaters Cottbus und Vorstandvorsitzender der Brandenburgischen Kulturstiftung, ist einem Bericht der Lausitzer Rundschau zufolge unwirksam. Roeder war im vergangenen Jahr fristlos gekündigt worden, woraufhin er Klage eingereicht hatte. Das zuständige Bühnenschiedsgericht hat diese nun bestätigt, das Arbeitsverhältnis besteht damit bis Ende Juli 2020 fort. Roeders Antrag auf Weiterbeschäftigung war dagegen nicht erfolgreich.

Im Konflikt mit dem damaligen Generalmusikdirektor Evan Christ, dessen Führungsstil von Teilen des Orchesters und Ensembles als zu aggressiv kritisiert wurde, war es im vergangenen Jahr rund um das Staatstheater Cottbus zu Personalwechseln gekommen. Neben Christ verließ auch Intendant Martin Schüler seine Stelle. Martin Roeder, dem Vorstandsvorsitzenden der Brandenburgischen Kulturstiftung Frankfurt-Oder, war aufgrund eines "zerstörte[n] Vertrauensverhältnis[ses]" fristlos gekündigt worden. Auf Roeder folgte René Serge Mund, zuvor Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg gGmbH und geschäftsführender Direktor des Staatstheaters zwischen 2005 und 2012.

Das Staatstheater Cottbus ist das einzige staatliche Theater in Brandenburg. Das Vierspartenhaus, nach Entwürfen von Bernhard Sehring erbaut und im Jahr 1908 eröffnet, wurde von 1993 bis 2003 von Christoph Schroth geleitet, danach war Martin Schüler Intendant des Hauses. Seit 2018 hat René Serge Mund das Amt inne, als kommissarischer Generalmusikdirektor hilft nach dem Ausstieg Evan Christs Alexander Merzyn aus. Das Theater wird jährlich mit 20 Millionen Euro subventioniert, die zu gleichen Anteilen vom Land und der Stadt Cottbus kommen. Die Eigeneinnahmen liegen bei 2,2 Millionen Euro.

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