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Dienstag, 20. August 2019

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Die Preisträger 2019 Peter Wispelweij und Paolo Giacometti, © Brahms-Gesellschaft Schlesweig Holstein

Die Preisträger 2019 Peter Wispelweij und Paolo Giacometti, © Brahms-Gesellschaft Schlesweig Holstein

Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Brahms-Preis für Pieter Wispelwey und Paolo Giacometti

Heide, . Der Cellist Pieter Wispelwey und der Pianist Paolo Giacometti sind mit dem Brahms-Preis 2019 der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein ausgezeichnet worden. Die Gewinner waren bereits Ende letzten Jahres aufgrund ihrer Verbindung zum Komponisten Johannes Brahms für den Preis ausgewählt worden: Wispelwey hatte bereits in den 90er Jahren Sonaten Brahms‘ eingespielt, Giacometti gewann im Jahr 2000 den Hamburger Brahms-Wettbewerb.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde den beiden Musikern in der St. Bartholomäuskirche in Wesselburen überreicht. Die beiden Künstler "bereichern mit neuen Interpretationsansätzen das Brahms-Bild unserer Zeit", so Joachim Nerger, Vorsitzender der Brahms-Gesellschaft, bei der Verleihung. Die beiden Preisträger untermalten die Verleihung mit einer Interpretation von Johannes Brahms‘ Sonate für Violoncello und Klavier F-Dur op. 99 musikalisch.

Peter Wispelwey wurde im September 1962 in Haarlem in den Niederlanden geboren. Nach der Schule zog er nach Amsterdem und studierte dort Cello bei Dicky Boeke und Anner Bylsma. Seinen Unterricht setzte er in den USA und Großbritannien fort. 1990 folgten erste Einspielungen, für seine Bach.Suiten wurde er mit dem Niederländischen Musikpreis ausgezeichnet. Zu Wispelweys Instrumenten gehören ein Cello von Giovanni Battista Guadagnini von 1760 und ein barockes Rombouts-Cello von 1710.

Paolo Giacometti wurde 1970 in Mailand in Italien geboren, lebt jedoch seit seiner Kindheit in den Niederlanden. Bei Jan Wijn studierte er am Konservatorium in Amsterdam Klavier, als wichtigen Einfluss nennt er Gyorgy Sebök. Seit seinem Abschluss ist Giacometti weltweit mit Dirigenten und Orchestern aufgetreten, auch bei Festspielen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehört sein Aufnahme-Projekt von Rossinis Klavierwerk, welches er 1998 begann und 2007 abschloss. Der Pianist lehrt zudem an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf.

Der Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein wird seit 1988 jährlich verliehen. Er soll Persönlichkeiten und Ensembles würdigen, die sich um die Pflege der Musik und des künstlerischen Erbes von Johannes Brahms verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger waren unter anderem Christoph Eschenbach, Thomas Hengelbrock, Anne-Sophie Mutter, Thomas Quasthoff, Lars Vogt, Leonard Bernstein sowie u.a. Sir Yehudi Menuhin, Dietrich Fischer-Dieskau und Sabine Meyer. Im letzten Jahr wurde Christiane Karg ausgezeichnet.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Johannes Brahms
Portrait Herbert Blomstedt
Portrait Sabine Meyer

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