> > > Staatsoper Stuttgart: Bürgerinitiative legt Kostenschätzung für Sanierung vor
Dienstag, 20. August 2019

Staatstheater Stuttgart, © Schlaier

Staatstheater Stuttgart, © Schlaier unter CC BY-SA 3.0

Kostenschätzung der Stadt lässt auf sich warten

Staatsoper Stuttgart: Bürgerinitiative legt Kostenschätzung für Sanierung vor

Stuttgart, . Die Bürgerinitiative "Aufbruch Stuttgart" hat kurz vor der anstehenden Kommunalwahl ihre eigene Kostenschätzung für die Sanierung und den Neubau der Oper Stuttgart vorgelegt. In der Rechnung der Gruppe, die auf Vergleichen mit ähnlichen Projekten basiere, kommt die von der Stadt bevorzugte Sanierungsvariante inklusive Umzug in eine Interimsspielstätte auf mindestens 745 Millionen Euro. Deutlich günstiger käme aus Sicht der Initiative die von ihr propagierte Variante mit dem Neubau eines Hybridbaus und einer weniger umfangreichen Sanierung. Diese schlüge mit Kosten zwischen 475 und 490 Millionen Euro zu Buche. Die Umsetzung dieses Vorschlags beinhaltet jedoch den Abriss einer denkmalgeschützten Schule.

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt besteht zurzeit noch keine Einigung über einen Neubau oder die Renovierung des sanierungsbedürftigen Opernhauses. Auch über eine Interimspielstätte wurde noch nicht entschieden. Zeitgleich ist auch der Bau eines neuen Konzerthauses im Gespräch. Auch die Stadt arbeitet derzeit an einem Verfahrensvorschlag inklusive einer groben Kostenschätzung, der Mitte Mai vorliegen sollte. Einer Sprecherin der Stadt zufolge werde dafür allerdings noch mehr Zeit benötigt.

Die Initiative Aufbruch Stuttgart hatte zuletzt einen Hybridbau aus Konzerthaus und Operninterimsspielstätte vorgeschlagen. Die Prüfung der Grundstücksvorschläge für diesen wurde von SPD, Freien Wählern, FDP, CDU und Einzelstadtrat Ralph Schertlen unterstützt. Es geht dabei um das Areal Königin-Katharina-Stift, den Akademieharten am Charlottenplatz und ein Grundstück in der zentral gelegenen Königstraße. Die Fraktion der Grünen hält bislang an der Sanierung des Staatstheaters fest. Oberbürgermeister Kuhn wünscht sich vor allem "Verlässlichkeit" für die Aufrechterhaltung von Oper und Ballett sowie für die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse der 1.300 Beschäftigten.

Das Opernhaus Stuttgart wurde 1912 nach Max Littmann fertiggestellt. Die von Littmann konzipierte und entworfene Theater-Doppelhausanlage mit Großem Haus, Kleinem Haus sowie den die beide Spielstätten verbindenden Funktionstrakten für Werkstätten, Technik, Verwaltung und Gastronomie machen das Haus zum größten Dreisparten-Theater der Welt. Eine Modernisierung wurde 1956 durch den Architekten Paul Stohrer vorgenommen.1983/84 wurden diese Eingriffe in den Zuschauerraum und die Foyers rückgängig gemacht und das Große Haus nach den Originalplänen Max Littmanns renoviert und technisch auf den Stand der Zeit gebracht. Generalmusikdirektor ist Cornelius Meister, als Intendant amtet Viktor Schoner.

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