> > > Regisseur Jossi Wieler erhält Thurgauer Kulturpreis
Donnerstag, 23. Mai 2019

Jossi Wieler, © Martin Sigmund

Jossi Wieler, © Martin Sigmund

Auszeichnung ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert

Regisseur Jossi Wieler erhält Thurgauer Kulturpreis

Kreuzlingen, . Der Thurgauer Kulturpreis geht in diesem Jahr an den Theater- und Opernregisseur Jossi Wieler. Der Regierungsrat zeichnet damit Wielers nationalen und internationalen Erfolg sowie den Inhalt seiner Arbeit aus: In Bezug zur gegenwärtigen Politik und Gesellschaft schaffe der Regisseur eindringliche, sensible Bilder. Der mit 20.000 Schweizer Franken (ca. 17.700 Euro) dotierte Preis wird dem Künstler Ende August im Rahmen einer Feier im Seemuseum Kreuzlingen überreicht.

Jossi Wieler wurde am 6. August 1951 in Kreuzlingen in der Schweiz geboren. Nach seinem Abitur ging er nach Israel, wo er eine Regieausbildung an der Universität Tel Aviv absolvierte. Nach ersten Inszenierungen dort wurde im deutschsprachigen Raum seine erste Arbeit 1982 am Düsseldorfer Schauspielhaus aufgeführt, wo er zuvor zwei Jahre als Regieassistent gearbeitet hatte. Seit 1994 ist Wieler an großen Häusern in Deutschland und der Schweiz auch als Opernregisseur tätig, inszenierte u. a. auch mehrfach beim Berliner Theatertreffen. Im Jahr 2002 erhielt Wieler den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste in Berlin, 2005 den Deutschen Kritikerpreis. Ein Jahr später wurde ihm für seine Inszenierung von Doktor Faustus an der Staatsoper Stuttgart der Faust-Theaterpreis in der Kategorie Beste Regie im Musiktheater verliehen. Zwischen 2011 und 2018 war er Intendant der Staatsoper Stuttgart, zudem ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Der Thurgauer Kulturpreis wird jährlich von Regierungsrat des Schweizer Kantons Thurgau verliehen. Ausgezeichnet werden Personen oder Institutionen, die einen Beitrag zum kulturellen Leben der Region geleistet haben. Begründete Vorschläge können bei der zuständigen Kulturkommission eingereicht werden, diese wiederum gibt zwei an den Regierungsrat weiter. Der Preis ist mit 20.000 Schweizer Franken dotiert.

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