> > > Erster Geldsegen für Theater und Orchester in NRW
Donnerstag, 4. Juni 2020

9,2 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Kulturministeriums

Erster Geldsegen für Theater und Orchester in NRW

Düsseldorf, . In Nordrhein-Westfalen ist die Entscheidung über die ersten Empfänger der Fördergelder des Projekts "Neue Wege" gefallen. Die fünfköpfige Jury unter Vorsitz von Dr. Christian Esch, Direktor des NRW Kultursekretariats (Wuppertal), wählte aus 31 Bewerbungen insgesamt 15 Projekte an 13 Stadttheatern aus. In den kommenden drei Jahren stehen diesen insgesamt 9,2 Millionen Euro zu, um ihre Projekte zu fördern. Die Mittel für die einzelnen Theater liegen zwischen 260.000 und 1,9 Millionen Euro. U.a. erhält das Theater Aachen für sein Projekt "Akzent Barock!" fast 600.000 Euro, das Theater Bielefeld für drei Projekte rund 1,9 Millionen Euro, die Oper Dortmund für das Projekt "Outreach" 865.000 Euro, das Theater Duisburg für den Spielbetrieb 260.000 Euro. Die größte Einzelprojektförderung erhält mit 1,1 Millionen Euro das Theater an der Ruhr.

Im Zuge der "Stärkungsinitiative Kultur" wächst der Kulturetat des Landes NRW bis 2022 von 200 auf 300 Millionen Euro. Das Förderprogramm „Neue Wege“ ist Teil der dort verankerten Neustrukturierung der Förderung für kommunale Theater und Orchester. Das Projekt wird zwischen 2019 und 2022 kommunale Theater und Orchester bei ihrer künstlerischen Profilbildung finanziell unterstützen. Die Theater sollen damit ermutigt werden, "einen höheren Grad an Exzellenz zu erlagen, auf der Basis des Bestehenden Neues zu entwickeln, das nachhaltig Wirkung entfaltet", so Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Im November soll über eine weitere Förderrunde entschieden werden, so die Ministerin. Bisher bestand in Nordrhein-Westfalen eine Basisförderung, die den Häusern und Ensembles mehr wirtschaftliche Stabilität sicherte. Im Land gibt es 18 kommunale Theater und 14 Orchester.

Der Auswahljury gehörten als externe Experten Barbara Mundel (designierte Intendantin der Münchner Kammerspiele), Benedikt Stampa (designierter Intendant des Festspielhauses Baden-Baden) und Bettina Wagner-Bergelt (Intendanz und künstlerische Leitung desTanztheaters Wuppertal Pina Bausch) an. Für die Förderer waren Dr. Hildegard Kaluza (Ministerium für Kultur und Wissenschaft) und Dr. Christian Esch vertreten. Als Beisitzende nahmen Christina Stausberg für den Städtetag NRW und Ralph Zinnikus für die Bezirksregierung Düsseldorf teil.

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