> > > Landesregierung und Stadt einigen sich auf Pakt für Rostocker Volkstheater
Donnerstag, 4. Juni 2020

Volkstheater Rostock, © Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock, © Volkstheater Rostock

Zuschüsse steigen jährlich um 2,5 Prozent

Landesregierung und Stadt einigen sich auf Pakt für Rostocker Volkstheater

Rostock, . In Rostock haben sich die Landesregierung und die Stadt hinsichtlich der Umsetzung des Theaterpaktes verständigt, der künftig die Geschicke des Volkstheaters bestimmt. Ab kommendem Juni bis 2028 soll eine tarifgerechte Vergütung für Mitarbeiter des Theaters in den Sparten Schauspiel, Tanz, Musiktheater und Orchester umgesetzt werden. In den kommenden Jahren wird sich der Gesamtzuschuss an das Volkstheater dazu jährlich um 2,5 Prozent erhöhen. Dabei werden die Mehrkosten zu 55 Prozent vom Land sowie zu 45 Prozent von kommunalen Trägern getragen. Gültig ist der zugrundeliegende Pakt für das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern.

Der Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) unterstützte den Pakt: "Im Theaterpakt ist verankert, dass das Volkstheater selbstständig bleibt." Neben der Autonomie versprach Kulturministerin Birgit Hesse (SPD) mehr Planungssicherheit.

Das Volkstheater Rostock ist das städtische Theater der Hansestadt Rostock. 1786 wurde das alte Stadttheater errichtet, 1880 wurde es durch einen Brand zerstört. 1895 wurde dann ein größeres Theater eingeweiht, das Ende 1942 durch einen Bombenangriff der britischen Royal Air Force jedoch ebenfalls zerstört wurde. Das Volkstheater entwickelte sich bis 1985 zu einer der profiliertesten Bühnen der DDR. Zurzeit sind insgesamt 350 Mitarbeitern im Volkstheater beschäftigt, darunter 74 Musiker. Das Haus verfügt über drei Spielstätten: Das Große Haus, das Theater im Stadthafen sowie die Kleine Komödie. Mit den Häusern werden die Sparten Schauspiel, Musiktheater, Ballett und Philharmonie abgedeckt. Für Kinder und Jugendliche gibt es das Kindertheater und einen Theaterjugendclub. Intendant und Geschäftsführer ist Joachim Kümmritz.

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