> > > Gasteig-Sanierung: Architekturbüro steigt aus Wettbewerb aus
Donnerstag, 23. Mai 2019

Auer Weber kritisiert Vergabeverfahren

Gasteig-Sanierung: Architekturbüro steigt aus Wettbewerb aus

München, . Eines der drei Architekturbüros, die den Auftrag für die Sanierung des Münchner Gasteigs bekommen könnten, hat sich aus dem Wettbewerb zurückgezogen. Als Grund gab das betreffende Büro Auer Weber Ungerechtigkeiten beim Vergabeverfahren an. Es zählten "der Preis, der Personalaufwand, die Qualifikation des Projektteams sowie Konzepte zur Einhaltung der Kostenobergrenze", nicht aber die architektonische Qualität. Weiter führte Auer Weber die ungeklärte Frage des Urheberrechts der ursprünglichen Gasteig-Architekten an. Deren Sprecher habe sich bereits für ein anderes Büro ausgesprochen, was für ein "zeitliche[s] und finanzielle[s] Risiko" sorgen würde. Die Wiederholung des Vergabeverfahrens sei somit rein "formal und verfahrenskosmetisch".

Erst im Januar hatten die Architekturbüros Auer Weber und Wulf nach einer Beschwerde dafür gesorgt, dass das Vergabeverfahren neu gestartet wurde. Die Vergabekammer der Regierung Oberbayern entschied sich für die Auswahl eines Architekten für eine erneute Abstimmung. Mit dem jetzt verkündeten Rückzug verbleiben nur die Büros Wulf und Henn im Rennen.

Gasteig-Geschäftsführer Max Weber bedauerte den Ausstieg des Büros Auer Weber. Die angeführten Gründe könne er nicht nachvollziehen.

Das Kultur- und Bildungszentrum Gasteig wurde 1984/85 eröffnet. Auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern beherbergt es unter anderem die Philharmonie, die Stadtbibliothek und die Volkshochschule. Täglich werden die Einrichtungen von mehreren tausend Menschen genutzt, die Veranstaltungen werden von 750.000 Gästen jährlich besucht. Die Baukosten betrugen ursprünglich 370 Millionen Mark. Anfang April 2018 hat der Münchner Stadtrat die Sanierung des Gasteigs beschlossen. Die Kosten werden auf rund 450 Millionen Euro geschätzt, 2021 soll begonnen werden.

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