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Freitag, 19. Juli 2019

Goldene Maske für Kleine Tragödien

Russischer Theaterpreis für Regisseur Kirill Serebrennikow

Moskau, . Nachdem er erst vergangene Woche aus dem Hausarrest entlassen wurde (klassik.com berichtete), ist Theaterregisseur Kirill Serebrennikow in Moskau mit dem Theaterpreis "Goldene Maske" ausgezeichnet worden. Ausgezeichnet wurde sein Stück "Kleine Tragödien", zusätzlich erhielt sein Ballett "Nurejew" den Preis für die beste Ballettaufführung. Die Preisverleihung fand im Bolschoi-Theater statt und wurde im Fernsehen übertragen. Serebrennikow nutzte seine Dankesrede, um sich bei der russischen Kulturszene für ihre Unterstützung zu bedanken.

Kirill Serebrennikow befand sich seit August 2017 im Hausarrest. Ermittler werfen Serebrennikow vor, umgerechnet rund eine Million Euro unterschlagen zu haben. Zudem gehen die russischen Behörden dem Vorwurf nach, Serebrennikow habe das "7. Studio" gegründet, um Fördergelder in Höhe von umgerechnet 2,84 Millionen Euro zu erhalten. Eine ehemalige Buchhalterin belastete Serebrennikow schwer. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Der Regisseur selbst bestreitet die Anklagen. Trotz der Einschränkungen von gerichtlicher Seite führte Serebrennikow auch unter Arrest seine Arbeit fort: So wurde in Hamburg an der Staatsoper vor kurzem seine Inszenierung von Giuseppe Verdis "Nabucco" aufgeführt. Auch in Zürich und Stuttgart liefen nach seiner Verhaftung noch Aufführungen Serebrennikows. Sein Film "Leto" wurde vor kurzer Zeit mit dem russischen Filmpreis Nika ausgezeichnet.

Der Preis Goldene Maske wird in Moskau seit 1994 jährlich in mehreren Kategorien verliehen. Verleiher ist eine gleichnamige große russische Kulturveranstaltungsfirma.

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