> > > Goldene Pontifikatsmedaille für Komponist Ennio Morricone
Mittwoch, 22. Januar 2020

Komponist und Dirigent Ennio Morricone (2015), © Sven-Sebastian Sajak

Komponist und Dirigent Ennio Morricone (2015), © Sven-Sebastian Sajak unter CC BY-SA 3.0

Ehrung für sein Lebenswerk

Goldene Pontifikatsmedaille für Komponist Ennio Morricone

Rom, . Der italienische Komponist Ennio Morricone ist von Papst Franziskus mit der Goldenen Pontifikatsmedaille ausgezeichnet worden. Die Ehrung soll das Lebenswerk des Musikers würdigen, der vor allem für seine Filmmusik bekannt ist. Der 90-Jährige schreibt jedoch auch geistliche Musik, darunter 2015 eine Messe für den Papst. Die Medaille wurde Morricone im Rahmen eines Konzertes in Rom durch den Präsidenten des Päpstlichen Kulturrats, Kardinal Gianfranco Ravasi, verliehen.

Ennio Morricone wurde 1928 in Rom geboren. Am Konservatorium von Santa Cecilia studierte er Trompete, Chormusik und schließlich Komposition bei Goffredo Petrassi. Seine ersten Engagements erhielt er als Theaterkomponist und mit der Gestaltung des Abendprogramms eines italienischen Rundfunksenders. 1958 wurde er Musikassistent bei der staatlichen Rundfunkanstalt Radiotelevision Italiana, schrieb Arrangements und war als Leiter von Band und Orchester tätig. Seine erste Filmmusik entstand 1961 für Luciano Salces "Il Federale". Für seine Musik zu Sergio Leones Filmen "Für eine Handvoll Doller", "Zwei glorreiche Halunken" und "Spiel mir das Lied vom Tod" erlangte er internationalen Ruhm. Mit seinen ungewöhnlichen Soundelementen wie Pfiffen, Schreien, Spieluhren, Kojotengeheul, Eulenrufen und Maultrommeln unterschieden sich seine Partituren von den traditionellen symphonischen Western-Soundtracks aus Hollywood. In mehr als vierzig Jahren künstlerischen Schaffens schrieb Morricone über 500 Filmmusiken. Neben Film-und Bühnenmusik komponierte er auch Kammermusikwerke, Kantaten und Messen. 1984 gründete Morricone in Rom das I.R.T.E.M, eine Forschungsinstitution für musikalisches Theater.

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