> > > Rheingau Musik Preis 2019 für die Deutsche Kammerphilharmonie und Dirigent Paavo Järvi
Mittwoch, 26. Juni 2019

1 / 3 >

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Dirigent Paavo Järvi, © Julia Baier

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Dirigent Paavo Järvi, © Julia Baier

Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

Rheingau Musik Preis 2019 für die Deutsche Kammerphilharmonie und Dirigent Paavo Järvi

Wiesbaden, . Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr künstlerischer Leiter Paavo Järvi sind die diesjährigen Preisträger des Rheingau Musik Preises. Die Auszeichnung wird 2019 zum 26. Mal verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert. Gestiftet wird der Preis vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. "Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und ihr künstlerischer Leiter Paavo Järvi sind ein echtes Phänomen in der deutschen Kulturlandschaft: Für ihre künstlerischen Leistungen weltweit bewundert und gefeiert, haben sie gemeinsam wegweisende Projekte realisiert und haben dabei oft Interpretationsgeschichte geschrieben.", so die Findungskommission. Besonders hervorgehoben wurde die Präzision, Innovation und Energie des Ensembles, dies erfordere "Mut, Haltung und Engagement eines jeden einzelnen Musikers und des gesamten Kollektivs". Die Musiker gelten als Inspiration und Motivation, so die Jury weiter. Verliehen wird die Auszeichnung im Rahmen eines Preisträgerkonzertes Mitte Juli im Konzerthaus Wiesbaden.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen wurde 1980 von Musikstudenten gegründet, 1987 wurde sie zu einem professionellen Kammerorchester institutionalisiert. Künstlerischer Leiter ist seit 2004 Paavo Järvi. Seit 2007 betreibt das Orchester verschiedene Projekte zur Musikvermittlung, unter anderem an der Gesamtschule Bremen-Ost. Für sein Engagement wurde es bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland.

Paavo Järvi wurde am 30 Dezember 1962 im estnischen Tallinn als Sohn des Dirigenten Neeme Järvi geboren. Järvi studierte unter anderem am Los Angeles Philharmonic Institut, wo er von Leonard Bernstein unterrichtet wurde. Seit 2004 ist Järvi künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen veröffentlichte Järvi sämtliche Schumann- und Beethoven-Symphonien, für die er 2010 den ECHO Klassik und 2007 den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik erhielt. In der Saison 2010/11 beendete Järvi seine zehnjährige Zusammenarbeit mit dem Cincinnati Symphony Orchestra, mit dem er unter anderem 16 mehrfach ausgezeichnete Tonträger aufnahm. Seit 2013 ist er Ehrendirigent der HR Sinfonieorchesters, bei dem er zuvor Chefdirigent war. Er gastierte bei zahlreichen Orchestern weltweit, wie etwa den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Russischen National Orchester, den Wiener Philharmonikern und der Staatskapelle Dresden. Zusätzlich ist er seit 2010 als Chefdirigent beim Orchestre de Paris tätig und wurde für die Spielzeit 2015/16 zum neuen Chefdirigenten des NHK Symphony Orchestra Tokyo ernannt. Für seine Tätigkeit beim Orchestre de Paris wurde er vom französischen Kultusminister zum "Commandeur de L'Ordre des Arts et des Lettres" ernannt.

Der Rheingau Musikpreis wurde durch das Rheingau Musik Festival initiiert und ist mit 10.000 Euro dotiert. Erstmals wurde er im Jahr 1994 vergeben, in diesem Jahr wird die Auszeichnung zum 26. Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. Gidon Kremer, das Ensemble Recherche, Tabea Zimmermann, Helmuth Rilling und die Internationale Bachakademie Stuttgart, das Artemis Quartett, Hugh Wolff, der Windsbacher Knabenchor mit Karl-Friedrich Beringer, Heinz Holliger, Christian Gerhaher, die Lautten Compagney, Fazıl Say, Christoph Eschenbach, Andreas Scholl sowie Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Rheingau Musik Festival

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Sanierung der Kölner Bühnen verzögert sich
Wiedereröffnung erst für 2023 geplant (26.06.2019) Weiter...

Tabea Zimmermann neues Ehrenmitglied im Verein Beethoven-Haus Bonn
Ehrung für Engagement für die Einrichtung (26.06.2019) Weiter...

Österreichischer Musiktheaterpreis vergeben
Oper Graz und Tiroler Landestheater mit je drei Preisen geehrt (25.06.2019) Weiter...

Komponist Iván Eröd verstorben
Musiker wurde 83 Jahre alt (25.06.2019) Weiter...

Sebastian Heindl gewinnt weltweit höchstdotierten Orgel-Wettbewerb
Preisgelder in Höhe von 42.000 US-Dollar für Leipziger Student (25.06.2019) Weiter...

Bachfest Leipzig 2019 mit positiver Bilanz
73.000 Besucher bei 158 Veranstaltungen (24.06.2019) Weiter...

Pianist Aurel Dawidiuk gewinnt Hamburger Tonali-Wettbewerb
Preisgelder in Höhe von 14.000 Euro für den Sieger (24.06.2019) Weiter...

Ex-Intendant der Staatsoperette Dresden gestorben
Fritz Wendrich wurde 84 Jahre alt (24.06.2019) Weiter...

Sängerin Cecilia Bartoli sagt Auftritte in Mailand ab
Mezzosopranistin will den in Ungnade gefallenen Intendanten Pereira unterstützen (24.06.2019) Weiter...

Dirigent Bramwell Tovey an Krebs erkrankt
Dirigent zieht sich für Behandlung von Konzerten zurück (23.06.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (6/2019) herunterladen (3061 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Johann Wilhelm Wilms: Piano Quartet op. 30 in F major - Adagio - Allegro

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 Folkwang Kammerorchester Essen im Portrait Mit Vollgas ins Haus des Teufels
Das Folkwang Kammerorchester Essen ? jung, energiegeladen, hochmusikalisch

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich