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Sonntag, 21. April 2019

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Erbengemeinschaft setzt sich gegen Essener Aalto-Theater durch

Loriots Erben kippen Ring-Aufführung

Essen, . Die Loriot-Version "Ring an einem Abend" des Wagner-Zyklus "Der Ring des Nibelungen" am Essener Aalto-Theaters muss auf Drängen der Erbengemeinschaft des Humoristen modifiziert werden. In Zukunft werden die von Regisseur Sascha Krohn eingefügten Sketche aus der Inszenierung entfernt und somit die Originalfassung vorgetragen. Das Haus gibt damit den Forderungen der Erbengemeinschaft nach, der Loriots Töchter Bettina und Susanne von Bülow vorstehen. Die geplanten Vorstellungen sollen weiterhin stattfinden, allerdings in überholter Form. 2020 soll das Stück wieder aufgenommen werden.

Der Humorist Loriot wurde am 12. November 1923 als Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow in Brandenburg an der Havel geboren. Er wuchs mit seinem jüngren Bruder bei der Großmutter in Berlin auf. 1938 zog er gemeinsam mit dem neu verheirateten Vater und dem Rest der Familie nach Stuttgart. 1940 sammelte er als Statist erste Bühnenerfahrung. Nachdem er 1941 die Schule mit dem Notabitur verließl schlug er eine Laufbahn als Offizier ein. Drei Jahre lang war er im Einsatz und wurde mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse ausgezeichnet. Nach dem Krieg war er als Holzfäller tätig, studierte dann aber von 1947 bis 1948 Malerei und Grafik an der Kunstakademie Hamburg. Ab 1950 war er als Cartoonist unterwegs und verwendete den Künstlernamen Loriot. Neben Zeitungen arbeitete er für die Werbebranche und ab 1976 fürs Fernsehen. Vicco von Bülow starb am 22. August 2011 in Ammerland in Oberbayern.

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