> > > Niedersachsen feiert 300. Todestag von Orgelbauer Arp Schnitger
Sonntag, 21. April 2019

Zeigt nach der Arp-Schnitger-Gesellschaft Golzwarden angeblich als zweiten von rechts den Orgelbauer, © Christa Bahlmann

Zeigt nach der Arp-Schnitger-Gesellschaft Golzwarden angeblich als zweiten von rechts den Orgelbauer, © Christa Bahlmann unter CC BY-SA 4.0

Ministerium stellt 400.000 Euro bereit

Niedersachsen feiert 300. Todestag von Orgelbauer Arp Schnitger

Hannover, . Das Land Niedersachsen gedenkt des 300. Todestages von Orgelbauer Arp Schnitger mit einem landesweiten Orgeljahr. Wissenschafts- und Kulturminister Björn Thümler (CDU) eröffnete in dieser Woche das Festjahr unter dem Motto "Hoch empor. Orgeln in Niedersachsen". Insgesamt 400.000 Euro werden für die Jubiläumsfeierlichkeiten zur Verfügung gestellt, 196 weitere Veranstaltungen sollen über das Jahr hinweg im ganzen Bundesland stattfinden. Die Eröffnungsveranstaltung fand in der St. Cyprian- und Corneliuskriche in Ganderkesee statt, gespielt wurde auf einer Schnitger-Orgel aus dem Jahr 1699. Thümler würdigte das Engagement zahlreicher Akteure in Niedersachsen für die Orgelkultur und den Einsatz, dass sie an vielen Orten des Landes zu erleben ist. Das Jubiläumsjahr soll diese Arbeit in die Öffentlichkeit rücken und Menschen für das Instrument begeistern. Gerade in ländlichen Regionen, wo die meisten Schnitger-Instrumente zu finden sind, soll auf die Kultur aufmerksam gemacht werden.

Arp Schnitger wurde 1648 in Schmalenfleth geboren. Er absolvierte wie viele Mitglieder seiner Familie eine Lehre zum Tischler und zusätzlich zum Orgelbauer, woraufhin er 1678 in Stade die Werkstatt seines Lehrmeisters übernahm. Später machte er das Hamburger Umland zu seinem Schaffenszentrum und schuf rund 170 Instrumente oder baute sie um, von denen weltweit noch etwa 30 erhalten sind. 20 davon stehen in Niedersachsen, die größte in der Hamburger St. Nikolai-Kirche. Schnitger gilt als Vollender der norddeutschen Barockorgel. Er starb vermutlich in Itzehoe und wurde am 28 Juli 1719 in Neuenfelde begraben.

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