> > > Sammartini-Oper in österreichischem Musikarchiv entdeckt
Donnerstag, 23. Mai 2019

Giovanni Battista Sammartini (1775), © Donino Riccardi

Giovanni Battista Sammartini (1775), © Donino Riccardi

Oper wurde 1732 in Wien uraufgeführt

Sammartini-Oper in österreichischem Musikarchiv entdeckt

Heiligenkreuz, . Bei Recherchen hat die Österreichische Akademie der Wissenschaften im Musikarchiv des Stifts Heiligenkreuz das weltweit einzige bekannte Exemplar der Oper "Memet" von Giovanni Battista Sammartini entdeckt. Die dreiteilige Oper war im Jahr 1732 im Theater am Kärntner Tor in Wien uraufgeführt worden. Nach Heiligenkreuz kamen die Manuskripte durch die Sammlung von Georg Reutter, dem Vater von Zisterzienserabt Marian Reutter (1734-1805) und haben bis heute ohne Schaden die Zeiten überdauert.

Giovanni Battista Sammartini stammt aus Mailand und war der Sohn des französischen Oboisten Alexis Saint-Martin. Zu Lebzeiten der maßgebliche Komponist seiner Heimatstadt, gilt er auch als einer der größten Komponisten des italienischen Barocks. Sein Bruder Giuseppe Sammartini (der "Londoner" Samartini), mit dem er häufig verwechselt wird, war ebenfalls Komponist und hauptsächlich in London tätig. Er war u.a. Kapellmeister an Sant’Ambrogio und Organist an einigen weiteren Kirchen und beeinflusste mit seinem Stil Christoph Willibald Gluck, den er um 1740 unterrichtete. Andere Schüler waren Christian Cannabich und Josef Myslivecek. Gegen Ende seines Lebens erlebte er die Auftritte Wolfgang Amadeus Mozarts in Mailand auf dessen erster Italienreise. Mit weiteren zeitgenössischen Komponisten, darunter Johann Christian Bach und Luigi Boccherini, pflegte er persönlichen Kontakt. Sammartini schrieb vermutlich mehr als 1.000 Werke, darunter mehr als 70 Sinfonien, 3 Opern und 10 Konzerte. Er gehörte zu den ersten Komponisten, die Streichquartette und -quintette (ohne Continuobegleitung) komponierten. Darüber hinaus verfasste er Concerti grossi, Kirchenmusik, Kantaten, Kammermusik und Sonaten für Cembalo. Sammartini starb am 15. Januar 1775 in Mailand.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Ballettakademie der Wiener Staatsoper: Sonderkommission nimmt Arbeit auf
Abschlussbericht soll im Herbst fertig sein (23.05.2019) Weiter...

Tenor Jonas Kaufmann sagt weitere Auftritte ab
Roberto Alagna springt bei Jubiläumskonzert in Wien ein (23.05.2019) Weiter...

Oper Duisburg: Spielbetrieb wird eingeschränkt wieder aufgenommen
Ab Pfingsten wird im Opernhaus wieder gespielt (22.05.2019) Weiter...

Ensemble Caladrius siegt bei Göttinger Händel-Wettbewerb
Erster Preis ist mit 5.000 Euro dotiert (22.05.2019) Weiter...

Sächsische Landesbibliothek macht Opernhandschriften digital zugänglich
Semperoper öffnet ihr Archiv (22.05.2019) Weiter...

Tony Siqi Yun siegt bei China International Music Competition
Auszeichnung ist mit 150.000 US-Dollar dotiert (22.05.2019) Weiter...

Brahms-Preis für Pieter Wispelwey und Paolo Giacometti
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (21.05.2019) Weiter...

Staatstheater Cottbus: Fristlose Kündigung des Stiftungsleiters unwirksam
Klage gegen Kündigung vor Bühnenschiedsgericht erfolgreich (21.05.2019) Weiter...

Bonn: Auch Diebe haben ein Herz für Beethoven
Hörl-Skulptur vom Münsterplatz gestohlen (21.05.2019) Weiter...

Usedomer Musikpreis 2019 für Hornist Tillman Höfs
Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert (20.05.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2019) herunterladen (2900 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Jacques Offenbach: Décaméron dramatique. Album du Théatre Francais - Schottisch des Clochettes

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

 Folkwang Kammerorchester Essen im Portrait Mit Vollgas ins Haus des Teufels
Das Folkwang Kammerorchester Essen ? jung, energiegeladen, hochmusikalisch

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich