> > > Bariton und 2 Cellisten gewinnen den Deutschen Musikwettbewerb 2019
Dienstag, 12. November 2019

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Die drei Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2019, © Uwe Niklas

Die drei Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2019, © Uwe Niklas

Zahlreiche Stipendien und Sonderpreise

Bariton und 2 Cellisten gewinnen den Deutschen Musikwettbewerb 2019

Nürnberg, . Der diesjährige Deutsche Musikwettbewerb ist entschieden. Den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2019 erhalten Konstantin Krimmel (Bariton), Friedrich Thiele (Violoncello) sowie Sebastian Fritsch (Violoncello).

Ein Stipendium erhalten Joel Blido (Violoncello), Konstantin Bruns (Violoncello), Sebastian Berner (Trompete), Maximilian Sutter (Trompete),  Péter Lajos Kánya (Tuba), Jesse Flowers (Gitarre), Laura Lootens (Gitarre), das Klavierduo Vincent und Sophie Neeb, das Duo Puls/Soos, das Monet Bläserquintett, das Ensemble Caladrius, das Marsyas Quartett sowie das Tars-Ensemble. Neben Geldpreisen und einer umfangreichen Förderung im Anschluss an den Wettbewerb wurden darüber hinaus zahlreiche weitere Sonderpreise verliehen.

Krimmel wurde 1993 in Ulm geboren. Zunächst sang er bei den St. Georgs Chorknaben seiner Heimatstadt, inzwischen studiert er Gesang bei Teru Yoshihara an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und sammelte erste Erfahrungen als Solist am Wilhelma Theater Stuttgart sowie am Theater Heilbronn. 2015 wurde er mit dem Förderpreis der Stadt Ulm ausgezeichnet. 2018 gewann er mit der Pianistin Doriana Tchakarova den 1. Preis in der Sparte Kammermusik/Liedduo bei der International Music Competition in Berlin, den 1. Preis sowie den Sonderpreis für eine Arie und den Publikumspreis beim Haydn-Wettbewerb in Rohrau, den 1. Preis und den Publikumspreis der Walter-und-Charlotte-Hamel-Stiftung, den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Helmut Deutsch Liedwettbwerb in Wien, den 3. Preis, den Liedpreis und den Wagnerpreis der Herbert Hillmann- und Margot Müller-Stiftung beim Europäischen Gesangswettbewerb DEBUT in Weikersheim sowie den 2. Preis bei der Gian Battista Viotti Internationale Music Competition in Vercelli.

Sebastian Fritsch stammt aus Stuttgart und studiert seit 2014 Violoncello bei Prof. Jean-Guihen Queyras an der Hochschule für Musik Freiburg. Er ist Stipendiat der Helene Rosenberg-Stiftung, außerdem ist er Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein. Weitere musikalische Impulse erhält der Cellist u.a. von Jens-Peter Maintz, Wolfgang Emanuel Schmidt, Wen-Sinn Yang, Maria Kliegel und Lucas Fels und seiner langjährigen Lehrerin Lisa Neßling. Fritsch ist Finalist und Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe. 2017 war er Teilnehmer der ersten Runde des „Queen Elisabeth Competition“ in Brüssel. Er gastierte außerdem bei der Cello Biennale Amsterdam, den Salzburger Festspielen, der Eröffnung des Musikfestivals Illertissen, beim Schleswig-Holstein Musikfestival und bei der Cello Akademie Rutesheim. Mit der Geigerin Rosa Wember gründete er 2010 das “Stuttgarter Kammerduo“ mit dem er u.a. in den USA, in Italien und Deutschland gastierte. 2015 war das Duo als Instrumentalpartner der Wiener Sängerknaben auf Tournee und wurde in die Yehudi Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ aufgenommen. Sebastian Fritsch spielt ein Cello von Thorsten Theis aus dem Jahr 2016.

Friedrich Thiele wurde 1996 in Dresden geboren. Cellounterricht erhielt er in der Kinderklasse der Musikhochschule Dresden, ab 2007 besuchte er das Dresdner Landesgymnasium für Musik "Carl Maria von Weber". 2011 wurde er Jungstudent bei Peter Bruns in Leipzig. Er hat mehrere Preise und Auszeichnungen erhalten, etwa beim Cellowettbewerb in Liezen sowie beim Dotzauer-Wettbewerb, dem Tonali-Wettbewerb 2015 sowie beim Wettbewerb Ton & Erklärung 2017. Er war Mitglied des Bundesjugendorchesters, ab 2012 als Solocellist. Seit 2016 ist Friedrich Thiele Student in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt in Weimar.

Der Deutsche Musikwettbewerb fand erstmals 1975 statt. Er wurde als Förderprojekt für junge Musiker an der Schwelle von der Ausbildung zum Beruf gegründet. Zudem sollte der künstlerische Nachwuchs mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Gefördert wird der Deutsche Musikwettbewerb vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Bundesstadt Bonn. An der Finanzierung sind zudem die Kulturstiftung der Länder und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten beteiligt. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

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