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Sonntag, 19. Mai 2019

Musiker wurde 84 Jahre alt

Pianist Jacques Loussier gestorben

Paris, . Der französische Pianist Jacques Loussier ist tot. Der Musiker, den insbesondere seine Verbindung zwischen Klassik und Jazz bekannt machte, wurde 84 Jahre alt.

Loussier wurde am 26. Oktober 1934 in Angers in Frankreich geboren. Mit zehn Jahren erhielt er erste Klavierstunden, allein spielte er vor allem Stücke von Bach. Nach der Schule zog Loussier nach Paris und studierte bei Yves Nat am Pariser Konservatorium. Dort stieß er auf Jazz-Musik, welche er 1959 mit der klassischen Musik zu verbinden begann. Gemeinsam mit Bassist Pierre Michelot und Schlagzeuger Christian Garros bildete er das Play Bach Trio. Bis 1978 gaben sie zahlreiche Konzerte, bis heute wurden rund sieben Millionen Platten verkauft. Die Gruppe wurde Ende der 70er Jahre aufgelöst, da Loussier unter der Belastung durch Tourneen litt. Er zog in die Provence und nahm fortan seine Kompositionen im eigenen Aufnahmestudio auf. Es entstanden neben Werken für akustische und elektrische Instrumente seine "Barocke Messe des 21. Jahrhunderts" und Zusammenarbeiten mit Elton John, Sting und Pink Floyd. Außerdem komponierter er Filmmusik für fast 70 Filme. 1985 gründete Loussier eine zweite Form des Play Bach Trio, Mitglieder waren Schlagzeuger André Arpino und Bassist Vincent Charbonnier. Letzterer wurde nach seinem Schlaganfall 1997 durch Benoît Dunoyer de Segonzac ersetzt. Gemeinsam nahm die Gruppe neben Werken von Bach auch Interpretationen von Satie, Debussy, Ravel und Vivaldi auf. 2010 wurde Loussier mit dem German Jazz Trophy geehrt. Jacques Loussier verstarb am 5. März 2019.

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