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Donnerstag, 21. März 2019

Auszeichnung ehrt Einsatz für Telemann-Forschung

Telemann-Preis 2019 für Musikwissenschaftler Klaus Hofmann

Magdeburg, . Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hofmann ist mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis der Stadt Magdeburg ausgezeichnet worden. Mit der Ehrung würdigt die Stadt das umfangreiche Engagement Hofmanns, welches er für die wissenschaftliche Erschließung und Aufarbeitung der Werke des Komponisten erbracht hat. Hofmann hat über einhundert Kompositionen Telemanns herausgegeben, darunter Erstveröffentlichungen und Entdeckungen. Besonders wichtig für den Wissenschaftler sind bei der Erforschung des Komponisten die Kirchenmusik und die Fragen zur Überlieferung und Echtheit der Werke. Die Jury bezeichnete den Wissenschaftler als einen der besten und informiertesten Telemann-Kenner der Gegenwart. Der Preis wurde Hofmann in Magdeburg überreicht und ist mit 2.500 Euro dotiert.

Klaus Hofmann wurde 1939 in Würzburg geboren. In Erlangen und Freiburg studierte er Musikwissenschaft, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Urheber- und Verlagsrecht. 1968 promovierte er über die Kompositionstechnik der Motette im 13. Jahrhundert. Darauf folgend war er als Lektor in Stuttgart tätig, bevor er sich ab 1978 der wissenschaftlichen Arbeit widmete. Er war im Göttinger Johann-Sebastian-Bach-Institut erst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, dann als Stellvertretender Direktor (1981) und Leitender Direktor (2004-06) tätig. Außerdem war er ab den 80er Jahren Mitglied des Direktoriums und des Verwaltungsrates der Neuen Bachgesellschaft. Von 1989 bis 2006 gab er die Neue Bachausgabe heraus. Von 1990 bis 2004 hatte er eine Lehrstelle an der Georg-August-Universität Göttingen inne, ab 1994 als Honorarprofessor. Hofmann ist außerdem seit 1996 Mitglied des Editionsbeirates der Hasse-Werkausgabe. Er zählt zu den Gründungsmitgliedern der 1991 ins Leben gerufenen Internationalen Telemann-Gesellschaft e.V.

Der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird seit 1987 jährlich vergeben. Er wird für besondere Leistungen bei Interpretation, Erforschung und Pflege des Lebens und Werks Georg Philipp Telemanns an Einzelpersonen, Ensembles oder Institutionen verliehen. Der Preis besteht aus einer Urkunde, dem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro und einer Bronzeplakette. Die Preisverleihung findet jeweils im Umfeld des Geburtstages von Georg Philipp Telemann statt. Frühere Preisträger waren unter anderen Klaus Mertens, Ludwig Güttler, Nikolaus Harnoncourt, Hermann Max, René Jacobs, Martin Ruhnke, Wolf Hobohm, Paul Dombrecht, Burkhard Schmilgun und Thomaskantor Gotthold Schwarz.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Georg Philipp Telemann
Portrait René Jacobs

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