> > > Hindemith-Preis 2019 für Dirigent Olli Mustonen
Sonntag, 24. März 2019

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Olli Mustonen, © Outi Tormala

Olli Mustonen, © Outi Tormala

Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro

Hindemith-Preis 2019 für Dirigent Olli Mustonen

Hanau, . Für sein Schaffen als Dirigent, Pianist und Komponist wird Olli Mustonen mit dem Hindemith-Preis der Stadt Hanau geehrt. Der Magistrat der Stadt folgte damit dem gemeinsamen Vorschlag des Stiftungsrats der Hindemith-Stiftung und Oberbürgermeister Claus Kaminsky. "Mit seinem weltweiten Ansehen für seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten ist Olli Mustonen ein sehr würdiger Preisträger des Hindemith-Preises der Stadt Hanau 2019 - ganz im Sinne des großen Sohn Hanaus Paul Hindemith, der sich als Musiker, Komponist und Dirigent Anfang des 20. Jahrhunderts für die alte wie zeitgenössische Musik einsetzte", kommentierte Kaminsky die Entscheidung. Die Verleihung des Preises wird Ende November in Hanau stattfinden, als Laudator konnte Franz Xaver Ohnesorg gewonnen werden.

Olli Mustonen wurde am 7. Juni 1967 in Helsinki geboren. Ab dem Alter von fünf Jahren erhielt er Cembalo-, mit sieben Jahren Klavierunterricht und ab 1975 Kompositionsunterricht. Er bildete sich zum Dirigenten weiter und studierte Klavier bei Eero Heinonen. 1984 gewann er den zweiten Platz beim Wettbewerb junger Solisten in Genf und gab erste Konzerte mit verschiedenen finnischen Orchestern. Ab 1989 übernahm er Aufgaben im finnischen Musikleben: als künstlerischer Leiter des Korsholmer Musik-Festivals und des Turku Music-Festivals (1990–1992), als Mitbegründer und Leiter des Helsinki Festival Orchestra und ab 2003 als Dirigent des Kammerorchesters Tapiola Sinfonietta. Als Solist spielt Olli Mustonen seit vielen Jahren mit den weltweit führenden Orchestern - darunter die Berliner Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker, das Chicago Symphony, das Cleveland Orchestra, das New York Philharmonic, das Mariinsky Theatre Orchestra und das Concertgebouw Orchester Amsterdam, unter Dirigenten wie Valery Gergiev, Vladimir Ashkenazy, Daniel Barenboim, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Myung-whun Chung, Charles Dutoit, Christoph Eschenbach, Nikolaus Harnoncourt, Kurt Masur, Kent Nagano, Sakari Oramo, Esa-Pekka Salonen und Jukka-Pekka Saraste. Klavierabende führten ihn in die Musikhauptstädte der Welt. Als Dirigent hat Olli Mustonen mit führenden Orchestern Finnlands und zahlreichen internationalen Klangkörpern gearbeitet, darunter die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das WDR Symphonieorchester, das Verdi Symphony Orchestra Mailand, das japanische NHK Symphony Orchestra, das Queensland und das West Australian Symphony Orchestra sowie die Camerata Salzburg, das Scottish Chamber Orchestra, das Australian Chamber Orchestra und das Luzerner Sinfonieorchester. In seiner Tripel-Rolle als Pianist, Dirigent und Komponist arbeitete er u.a. mit dem Atlanta Symphony, dem New Russia Symphony, dem Jerusalem Symphony, der Riga Sinfonietta, dem Estonian National Symphony und der Royal Northern Sinfonia, mit dem Norwegian Chamber Orchestra und dem Kyoto Symphony Orchestra. 1999 brachte Mustonen mit Esa-Pekka Salonen und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra das ihm gewidmete 5. Klavierkonzert von Rodion Schtschedrin zur Uraufführung. 2005 war er als Komponist und Interpret "Artist in Residence" beim Usedomer Musikfestival.

Seit dem Jahr 2000 verleiht die Stadt Hanau alle zwei Jahre den mit 10.000 Euro dotierten Paul-Hindemith-Preis. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Rolf Riehm, Daniel Barenboim, Tabea Zimmermann, Gerd Albrecht, Frank Peter Zimmermann, Paavo Järvi und Christoph Eschenbach.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Tabea Zimmermann

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