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Sonntag, 24. März 2019

Preis ist mit 10.000 Euro dotiert

Hamburger Bach-Preis für Komponistin Unsuk Chin

Hamburg, . Die in Berlin lebende südkoreanische Komponistin Unsuk Chin ist die Preisträgerin des diesjährigen Bach-Preises der Stadt Hamburg. Die Auszeichnung wird Chin für ihr künstlerisches Schaffen und ihren Beitrag zur zeitgenössischen Musik verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird ihr Ende November in der Elbphilharmonie übergeben. Ein mit 5.000 Euro dotiertes Bach-Stipendium geht an den in Hamburg lebenden australischen Komponisten Samuel Penderbayne, der damit die Möglichkeit erhält, ein Werk zu erarbeiten und umzusetzen.

Unsuk Chin wurde 1961 in Seoul, Süd-Korea, geboren und brachte sich in frühester Kindheit selbst Klavierspiel und Musiktheorie bei. Später studierte sie Komposition bei Sukhi Kang an der Seoul National University. Im Jahr 1984 wurde Chins Stück "Gestalten" für die IGNM Weltmusiktage in Kanada sowie 1986 für den "Rostrum of Composers" der UNESCO ausgewählt. Das Werk "Spektra" für drei Violoncelli gewann 1985 den Grand Prix beim Internationalen Gaudeamus Kompositionswettbewerb. Im gleichen Jahr siedelte sie als DAAD-Stipendiatin nach Europa über und studierte bis 1988 in Hamburg Komposition bei György Ligeti. Seither lebt und arbeitet Chin in Berlin. Im Jahr 2004 wurde ihr Violinkonzert mit dem renommierten Grawemeyer Award for Music Composition ausgezeichnet. Außerdem wurde 2007 ihre erste Oper "Alice in Wonderland" an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt. Später war sie als "composer in residence" beim Lucerne Festival, beim Acht-Brücken-Festival, beim Tonsätterfestival, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, bei der Essener Philharmonie und beim Seoul Philharmonic Orchestra. Sie erhielt 2010 den Preis für musikalische Komposition von Fürst Pierre von Monaco, 2012 den Ho-Am-Preis und 2017 den Wihuri-Sibelius-Preis.

Der Bach-Preis wurde vom Hamburger Senat zum 200. Todestag des Komponisten Johann Sebastian Bach im Jahr 1950 ins Leben gerufen und wird seither alle vier Jahre vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Paul Hindemith, György Ligeti, Alfred Schnittke und Pierre Boulez.

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