> > > Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erwirbt Viola aus dem 17. Jahrhundert
Donnerstag, 21. März 2019

Viola von Adam Pöpel, © Ekkard Seidl

Viola von Adam Pöpel, © Ekkard Seidl

Übergabe zum 136. Jahrestag der Museumsgründung

Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erwirbt Viola aus dem 17. Jahrhundert

Markneukirchen, . Dank einer Förderung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und Steuermitteln aus dem sächsischen Landeshaushalt konnte das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen eine Viola aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts ankaufen. Das Instrument wurde von Johann Adam Pöpel gefertigt und stellt eines der ältesten bekannten Instrumente aus der Gründungszeit des vogtländischen Musikinstrumentenbaus dar. Pöpel hatte zusammen mit 11 weiteren Meistern im Jahre 1677 in Markneukirchen die erste Geigenmacher-Innung begründet, die heute auf deutschsprachigem Gebiet noch besteht. Soweit bekannt, sind lediglich drei Instrumente aus Werkstätten zweier Gründungsmitglieder erhalten.

Mit diesem Ankauf kann das Museum eine wichtige Sammlungslücke schließen und den Sammlungsbestand bedeutend erweitern. Seit Gründung des Museums im Jahre 1883 konnte kein Streichinstrument aus der Gründungszeit des hiesigen Musikinstrumentenbaus erworben werden. Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum 136-jährigen Bestehen des Museums Ende Februar.

Das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen wurde 1883, als der Orchesterinstrumentenbau aufgrund des Handels in viele Länder Europas und nach Amerika aufblühte, von Paul Otto Apian-Bennewitz als Vogtländisches, später Städtisches Gewerbemuseum, gegründet. Mittlerweile gehören über 3.500 Instrumente aus allen Kontinenten zur Sammlung, davon sind etwa 1.400 Instrumente in der Dauerausstellung zu sehen. Der einheimische Instrumentenbau prägt die Sammlung, darüber hinaus beleben zahlreiche Unikate und Kuriositäten die Sammlung. Seit ihrer Eröffnung zählte die Ausstellung, die im Paulus-Schlössel und dem gegenüberliegenden Gerber-Hans-Haus untergebracht ist, weit über drei Millionen Besucher.

 

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