> > > Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erwirbt Viola aus dem 17. Jahrhundert
Donnerstag, 23. Mai 2019

Viola von Adam Pöpel, © Ekkard Seidl

Viola von Adam Pöpel, © Ekkard Seidl

Übergabe zum 136. Jahrestag der Museumsgründung

Musikinstrumentenmuseum Markneukirchen erwirbt Viola aus dem 17. Jahrhundert

Markneukirchen, . Dank einer Förderung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und Steuermitteln aus dem sächsischen Landeshaushalt konnte das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen eine Viola aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts ankaufen. Das Instrument wurde von Johann Adam Pöpel gefertigt und stellt eines der ältesten bekannten Instrumente aus der Gründungszeit des vogtländischen Musikinstrumentenbaus dar. Pöpel hatte zusammen mit 11 weiteren Meistern im Jahre 1677 in Markneukirchen die erste Geigenmacher-Innung begründet, die heute auf deutschsprachigem Gebiet noch besteht. Soweit bekannt, sind lediglich drei Instrumente aus Werkstätten zweier Gründungsmitglieder erhalten.

Mit diesem Ankauf kann das Museum eine wichtige Sammlungslücke schließen und den Sammlungsbestand bedeutend erweitern. Seit Gründung des Museums im Jahre 1883 konnte kein Streichinstrument aus der Gründungszeit des hiesigen Musikinstrumentenbaus erworben werden. Die Übergabe erfolgt im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung zum 136-jährigen Bestehen des Museums Ende Februar.

Das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen wurde 1883, als der Orchesterinstrumentenbau aufgrund des Handels in viele Länder Europas und nach Amerika aufblühte, von Paul Otto Apian-Bennewitz als Vogtländisches, später Städtisches Gewerbemuseum, gegründet. Mittlerweile gehören über 3.500 Instrumente aus allen Kontinenten zur Sammlung, davon sind etwa 1.400 Instrumente in der Dauerausstellung zu sehen. Der einheimische Instrumentenbau prägt die Sammlung, darüber hinaus beleben zahlreiche Unikate und Kuriositäten die Sammlung. Seit ihrer Eröffnung zählte die Ausstellung, die im Paulus-Schlössel und dem gegenüberliegenden Gerber-Hans-Haus untergebracht ist, weit über drei Millionen Besucher.

 

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Ballettakademie der Wiener Staatsoper: Sonderkommission nimmt Arbeit auf
Abschlussbericht soll im Herbst fertig sein (23.05.2019) Weiter...

Tenor Jonas Kaufmann sagt weitere Auftritte ab
Roberto Alagna springt bei Jubiläumskonzert in Wien ein (23.05.2019) Weiter...

Oper Duisburg: Spielbetrieb wird eingeschränkt wieder aufgenommen
Ab Pfingsten wird im Opernhaus wieder gespielt (22.05.2019) Weiter...

Ensemble Caladrius siegt bei Göttinger Händel-Wettbewerb
Erster Preis ist mit 5.000 Euro dotiert (22.05.2019) Weiter...

Sächsische Landesbibliothek macht Opernhandschriften digital zugänglich
Semperoper öffnet ihr Archiv (22.05.2019) Weiter...

Tony Siqi Yun siegt bei China International Music Competition
Auszeichnung ist mit 150.000 US-Dollar dotiert (22.05.2019) Weiter...

Brahms-Preis für Pieter Wispelwey und Paolo Giacometti
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (21.05.2019) Weiter...

Staatstheater Cottbus: Fristlose Kündigung des Stiftungsleiters unwirksam
Klage gegen Kündigung vor Bühnenschiedsgericht erfolgreich (21.05.2019) Weiter...

Bonn: Auch Diebe haben ein Herz für Beethoven
Hörl-Skulptur vom Münsterplatz gestohlen (21.05.2019) Weiter...

Usedomer Musikpreis 2019 für Hornist Tillman Höfs
Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert (20.05.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2019) herunterladen (2900 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Anzeige

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich