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Dienstag, 23. April 2019

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Schreiben stammen aus den Jahren 1883 und 1887

Briefe von Clara Schumann entdeckt

Stromberg, . In Stromberg im Hunsrück sind Briefe der Pianistin und Komponistin Clara Schumann entdeckt worden. Marianne Wilbert, Leiterin des ortsansässigen Heimatmuseums, stieß durch Zufall auf die Schreiben. Sie berichtete, ein Bündel Altpapier vor einem Haus sei ihr ins Auge gestochen. Auf die Nachfrage bei den Anwohnern, ob sie die alten Notenblätter und Skizzen mitnehmen dürfe, wurden ihr zwei weitere Blätter überreicht. Bei den alten Schreiben handelt es sich um zwei Briefe Clara Schumanns an den Vater einer ihrer Klavierschülerinnen. Die Schreiben wurden am 4. Mai 1883 und am 26. Dezember 1887 verfasst. Schumann teilte dem Vater mit, dass die Tochter "recht nett gespielt hat", im anderen Brief bittet sie um die Verschiebung einer Klavierprüfung für das Mädchen. Wilbert geht von der Echtheit der Briefe aus, einer davon hängt als Kopie seit Jahren in ihrem Museum.

Clara Schumann wurde am 13.9.1819 in Leipzig geboren. Ihr Vater Friedrich Wieck hatte sie für eine Pianistinnenkarriere vorgesehen. Er unterrichtete seine Tochter und ließ sie bereits 1828 erstmals öffentlich auftreten. Ab 1832 folgten längere Konzertreisen. Für ihre Ehe mit dem Komponisten Robert Schumann gab sie diese vielversprechende Zukunft auf. Nach dessen Tod 1856 nahm sie ihre pianistische Tätigkeit wieder auf und setzte sich dabei nachhaltig für das Werk ihres Mannes ein. Daneben spielte sie auch Werke von Beethoven, Chopin und Brahms, mit dem sie eine langjährige innige Freundschaft verband. Clara Schumann komponierte selbst Lieder sowie einige kammermusikalische Werke, die den Einfluss ihres Gatten aufweisen. Sie starb am 20.5.1896 in Frankfurt am Main.

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