> > > Münchner Ex-Hochschulpräsident Mauser im Prozess gegen Freistaat Bayern
Mittwoch, 20. Februar 2019

Forderung wird auf 21.000 Euro reduziert

Münchner Ex-Hochschulpräsident Mauser im Prozess gegen Freistaat Bayern

München, . Siegfried Mauser, ehemaliger Präsident der Musikhochschule München, hat im Streit mit dem Freistaat Bayern vor Gericht eine Reduzierung der geforderten Summe erreicht. Das Land hatte zuvor rund 46.000 Euro gefordert: 40.000 Euro, da er sich unrechtmäßig selbst zum Lehrbeauftragten gemacht habe, und 6.000 Euro für das Zurückzahlen einer Prämie, die er als Dozent erhalten habe. Zum Zeitpunkt sei Mauser bereits als Rektor in Salzburg tätig und somit in München beurlaubt gewesen. Das Verwaltungsgericht München sprach Mauser nun jedoch einen Teil des Geldes zu, da er ja tatsächlich gelehrt habe. Sein damaliger Stundenlohn in Höhe von 277 Euro wurde jedoch als zu hoch eingestuft. Mauser muss nun neben der Prämie noch 15.000 Euro an den Freistaat zahlen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, Mausers Anwalt kündigte Rechtsmittel an.

Siegfried Mauser wurde 1954 in Straubing geboren. Er studierte Schulmusik und Klavier (Konzertfach) an der Musikhochschule München sowie Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten München und Salzburg. In Salzburg promovierte er 1981 in Musikwissenschaft. Zwischen 1983 und 1987 lehrte er Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik Würzburg, später Musikwissenschaft am Salzburger Mozarteum, wo er 1989 das Institut für musikalische Hermeneutik ins Leben rief. 2002 wechselte er als Professor für Musikwissenschaft an die Hochschule für Musik und Theater München, ein Jahr später wurde er dort Rektor (ab 2007 Präsident). Daneben leitete er an der Hochschule eine Klasse für Liedgestaltung. Neben der wissenschaftlichen Laufbahn gilt Mauser als Spezialist für die Musik des 20. Jahrhunderts und ist mit weithin beachteten Aufnahmen der Klavierwerke von Paul Hindemith, Karl Amadeus Hartmann, Wilhelm Killmayer, Wolfgang Rihm und anderen hervorgetreten. Er arbeitete mit international bedeutenden Orchestern und Dirigenten zusammen und trat bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen und dem Klavierfestival Ruhr auf. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, unter anderen mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz am Bande, dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. 2014 wurde Mauser Rektor des Salzburger Mozarteums, 2016 wurde das Beschäftigungsverhältnis im Zuge der Vorwürfe sexueller Belästigung und des anstehenden Gerichtsverfahrens einvernehmlich gelöst.

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Bisherige Kommentare:

  1. 227 EUR pro Stunde...!!??
    Herr Mauser muss über gewaltige Kompetenzen verfügen - im Vergleich zu normalen Lehrbeauftragten! Unfassbar!
    Hannahh, 08.02.2019, 18:00 Uhr

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