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Mittwoch, 24. April 2019

Auszeichnung ist undotiert

Fasch-Preis für Geigerin Anne Schumann

Zerbst, . Die Barockgeigerin Anne Schumann erhält den Fasch-Preis 2019. Die undotierte Ehrung wird der Musikerin insbesondere für ihre Expertise auf den Gebieten der historischen Aufführungspraxis sowie des modernen Instrumentariums bei den Internationalen Fasch-Festtagen im April in Zerbst überreicht. Damit einher gehen eine Urkunde mit Plakette sowie ein Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt.

Anne Schumann wurde 1966 in Dohna in Sachsen geboren. Sie nahm ihren ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren bei Sabine Harazim und Hartmut Opolka. Ihr erster öffentlicher Auftritt folgte 1974 im Hallenser Händelhaus. Von 1979 bis 1984 wurde sie an der Spezialschule für Musik Weimar unterrichtet, zeitweise auch als Internatsschülerin. Nach dem Abitur nahm sie ein Studium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar auf. Im Folgejahr gab sie mit einem Jugendsinfonieorchester ihre erste Konzertreise nach Osteuropa. 1985 wechselte sie an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber nach Dresden. Dort beschäftigte sie sich 1988 auch das erste Mal mit historischen Instrumenten. 1989 spielte Schumann im Gustav Mahler Jugendorchester, ab demselben Jahr im Gewandhausorchester in Leipzig. 1993 begann sie ihe Karriere als freischaffende Barockgeigerin. 1994 gründete sie ihr Ensemble, die Chursächsische Capelle Leipzig, die vergessene Kammermusikwerke spielt. Neben Auftritten mit den English Barock Soloists war sie als Konzertmeisterin des Barockorchesters der Europäischen Union tätig. Außerdem gibt sie Kurse und Workshops und arbeitet mit andderen Ensembles und Projekten zusammen.

Die Stadt Zerbst und die Internationale Fasch-Gesellschaft veranstalten seit 1983 die Festtage zu Ehren des Barockkomponisten Johann Friedrich Fasch, der fast vier Jahrzehnte in Zerbst als Hofkapellmeister tätig war. In diesem Rahmen wird außerdem seit 1993 alle zwei Jahre der Fasch-Preis verliehen. Vergangene Preisträger waren 2017 der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Manfrd Fechner, 2015 der Cembalist Ludger Rémy und 2013 der Wissenschafter Dr. Gottfried Gille.

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