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Mittwoch, 20. Februar 2019

Langjähriger Intendant der Oper Halle verstorben

Regisseur Klaus Froboese verstorben

Halle, . Am vergangenen Freitag ist Klaus Froboese, Händel-Preisträger von 2006 und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Händel-Haus, verstorben. Froboese initiierte viele Händel-Opern an der Oper Halle und arbeitete aktiv als Vorstandsmitglied bei der Georg-Friedrich-Händel-Gesellschaft e. V. mit. Darüber hinaus unterstützte er zahlreiche Bände der Hallischen Händel-Ausgabe, der neuen, wissenschaftlichkritischen Gesamtausgabe der Werke Händels.

Klaus Froboese kam 1991 als Intendant an das damalige Landestheater Halle, aus dem 1992 das Opernhaus Halle hervorging. Der gebürtige Bremer studierte Opernregie an der Staatlichen Hochschule für Musik in München bei Professor Heinz Arnold. Während seiner Ausbildung war er bei der Münchner Reihe „Musik unserer Zeit“ und beim „Internationalen Jugendspieltreffen“ in Bayreuth tätig, wirkte als Mitarbeiter für den Bayerischen Rundfunk, als Regieassistent am Nationaltheater München und in Augsburg. 1973 wurde er nach Braunschweig verpflichtet. Anschließend wurden ihm am Stadttheater Bern die ersten großen Regieaufgaben anvertraut. Von 1979 bis 1983 war er als Oberspielleiter an den Städtischen Bühnen Regensburg engagiert. In diese Zeit fällt auch die Leitung von Meisterklassen am „Institute for Performing Arts“ in Hartfort, USA. 1983 kehrte er als Opernregisseur und Dramaturg nach Bern zurück. Weitere Regieaufträge führten ihn nach Regensburg, Kassel, Wien, an die Sommerfestspiele im Schloss Schönbrunn, Klagenfurt, Kaiserslautern sowie nach Würzburg und Bremerhaven. Außerdem arbeitete er wiederholt an den Bühnen in Rom, Barcelona, Lissabon, Dublin und zuletzt in Triest. Als Intendant des Opernhaus Halle hatte er entscheidenden Anteil daran, dass das Haus eine der führenden Musikbühnen Sachsen-Anhalts wurde und mit einem umfangreichen Angebot breite Publikumskreise an sich binden konnte. Herausragende Bedeutung maß er der Fortführung der bis in die Zwanziger Jahre zurückreichenden Händelopern-Tradition bei, mit der das Haus bis heute international Maßstäbe setzt. Zu diesem Zweck gründete er 1993 das Händelfestspielorchester, das weltweit einzige auf historischen Instrumenten musizierende Orchester für Barockmusik, das zu einem Theater gehört. Im Juni 1999 wurde Klaus Froboese von Bundespräsident Roman Herzog mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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