> > > Krystian Lada erster Preisträger des Mortier-Förderpreises
Dienstag, 20. August 2019

1 / 3 >

Krystian Lada, © Camille Cooken

Krystian Lada, © Camille Cooken

Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert

Krystian Lada erster Preisträger des Mortier-Förderpreises

Gent, . Der polnische Dramaturg, Librettist, Regisseur und Kurator Krystian Lada ist erster Preisträger des neuen Förderpreises "Mortier Next Generation", der mit 30.000 Euro dotiert ist. Die Laudatio hielt Jan Vandenhouwe, Intendant der Opera Vlaanderen. Lada startete seine Karriere im polnischen Fernsehen und arbeitete als Reporter und Kreativdirektor. Er studierte Dramaturgie an der Universität von Amsterdam und arbeitete u.a. an der dortigen Nationaloper, La Monnaie in Brüssel, der Berliner Staatsoper, der Warschauer Nationaloper sowie bei den Opera Days in Rotterdam. Außerdem ist er Mitbegründer der Künstlergruppe The Airport Society, die interdisziplinär arbeitet.

Ins Leben gerufen wurde der Förderpreis von Serge Dorny von der Opéra de Lyon, Albrecht Thiemann von Opernwelt und Heinz Weyringer vom Grazer Ring Award. Er soll dem Lebenswerk des belgischen Dramaturgen Gerard Mortier gedenken. Dieser hatte sich neben seiner Arbeit der Förderung neuer Talente gewidmet. Die Auswahl der Preisträger wird von den Initiatoren des Preises sowie Trägern des "Mortier Award für Musiktheater" getroffen. Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre an junge Künstler vergeben werden, die ein außergewöhnliches Talent aufweisen. Das  Preisgeld soll den Künstlern bei der Umsetzung eines eigenen Projekts helfen. Außerdem erhalten die Preisträger die Möglichkeit, ihre Planungen mit Tutoren zu besprechen.

Gerard Mortier wurde am 25. November 1943 in Gent geboren. Von 1960 bis 1965 studierte er Jura an der Univeristät Gent und promovierte anschließend. Außerdem schloss er zwischen 1966 und 1967 ein Zweitstudium der Kommunikationswissenschaften an. 1968 wurde er Assistent des Direktors des Flandern-Festivals, von 1973 bis 1980 leitete er die Betriebsbüros von Christoph von Dohnányi und Rolf Liebermann. Ab 1981 leitete er die Brüsseler Oper La Monnaie für zehn Jahre. In dieser Position entwickelte er gemeinsam mit Sylvain Cambreling ein moderneres Opernverständnis. 1991 wurde Mortier für zehn Jahre zum Intendanten und Künstlerischen Leiter der Salzburger Festpiele ernannt, welches er für ein jüngeres Publikum attraktiver machen sollte. 2002 bis 2004 gestaltete er die Ruhrtriennale, ab der Spielzeit 2004/05 die Pariser Oper. 2010 wechselte er als Künstlerischer Leiter nach Madrid ans Teatro Real. Mortier war Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Er starb am 8. März 2014 in Brüssel an einer Krebserkrankung.

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Christoph Eschenbach wird Ehrenprofessor des Landes Schleswig-Holstein
Regierung honoriert Engagement für das Schleswig-Holstein Musik Festival (20.08.2019) Weiter...

Leonard Bernstein Award 2019 für Emily D'Angelo
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (19.08.2019) Weiter...

Helmuth Froschauer gestorben
Dirigent stirbt im Alter von 85 Jahren (19.08.2019) Weiter...

Musikdirektor Sieghard Renner gestorben
Musiker wurde 87 Jahre alt (19.08.2019) Weiter...

Staatsoper Hamburg trauert um Bariton Jan Buchwald
Sänger wurde nur 45 Jahre alt (16.08.2019) Weiter...

Liebesbriefe von Dmitri Schostakowitsch kommen unter den Hammer
Russisches Auktionshaus versteigert Briefe an Ballerina Nina Pavlovna Ivanova (15.08.2019) Weiter...

Busoni-Kompositionspreis 2019 an Hanna Eimermacher
Förderpreis an Hovik Sardaryan (14.08.2019) Weiter...

Placido Domingo: Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung
Opernlegende bezeichnet Vorwürfe als unzutreffend (13.08.2019) Weiter...

Grace Durham gewinnt 10. Innsbrucker Cesti-Wettbewerb
Siegerin erhält Preisgeld in Höhe von 4.000 Euro (12.08.2019) Weiter...

Berliner Anwältin will Mädchen in Knabenchor einklagen
Ablehnung des Staats- und Domchores zu Berlin soll diskriminierend sein (12.08.2019) Weiter...

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (7/2019) herunterladen (2731 KByte) Class aktuell (2/2019) herunterladen (4851 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Antonín Dvorák: String Quartet B 57 in E major op.80 - Finale. Allegro con brio

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Isabelle van Keulen im Portrait "Mir geht es vor allem um Zwischentöne"
Isabelle van Keulen im Gespräch mit klassik.com über ihre Position als Artist in Residence der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein, historische Aufführungspraxis und das Spielen ohne Dirigent.

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich