> > > Krystian Lada erster Preisträger des Mortier-Förderpreises
Dienstag, 19. Februar 2019

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Krystian Lada, © Camille Cooken

Krystian Lada, © Camille Cooken

Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert

Krystian Lada erster Preisträger des Mortier-Förderpreises

Gent, . Der polnische Dramaturg, Librettist, Regisseur und Kurator Krystian Lada ist erster Preisträger des neuen Förderpreises "Mortier Next Generation", der mit 30.000 Euro dotiert ist. Die Laudatio hielt Jan Vandenhouwe, Intendant der Opera Vlaanderen. Lada startete seine Karriere im polnischen Fernsehen und arbeitete als Reporter und Kreativdirektor. Er studierte Dramaturgie an der Universität von Amsterdam und arbeitete u.a. an der dortigen Nationaloper, La Monnaie in Brüssel, der Berliner Staatsoper, der Warschauer Nationaloper sowie bei den Opera Days in Rotterdam. Außerdem ist er Mitbegründer der Künstlergruppe The Airport Society, die interdisziplinär arbeitet.

Ins Leben gerufen wurde der Förderpreis von Serge Dorny von der Opéra de Lyon, Albrecht Thiemann von Opernwelt und Heinz Weyringer vom Grazer Ring Award. Er soll dem Lebenswerk des belgischen Dramaturgen Gerard Mortier gedenken. Dieser hatte sich neben seiner Arbeit der Förderung neuer Talente gewidmet. Die Auswahl der Preisträger wird von den Initiatoren des Preises sowie Trägern des "Mortier Award für Musiktheater" getroffen. Die Auszeichnung soll künftig alle zwei Jahre an junge Künstler vergeben werden, die ein außergewöhnliches Talent aufweisen. Das  Preisgeld soll den Künstlern bei der Umsetzung eines eigenen Projekts helfen. Außerdem erhalten die Preisträger die Möglichkeit, ihre Planungen mit Tutoren zu besprechen.

Gerard Mortier wurde am 25. November 1943 in Gent geboren. Von 1960 bis 1965 studierte er Jura an der Univeristät Gent und promovierte anschließend. Außerdem schloss er zwischen 1966 und 1967 ein Zweitstudium der Kommunikationswissenschaften an. 1968 wurde er Assistent des Direktors des Flandern-Festivals, von 1973 bis 1980 leitete er die Betriebsbüros von Christoph von Dohnányi und Rolf Liebermann. Ab 1981 leitete er die Brüsseler Oper La Monnaie für zehn Jahre. In dieser Position entwickelte er gemeinsam mit Sylvain Cambreling ein moderneres Opernverständnis. 1991 wurde Mortier für zehn Jahre zum Intendanten und Künstlerischen Leiter der Salzburger Festpiele ernannt, welches er für ein jüngeres Publikum attraktiver machen sollte. 2002 bis 2004 gestaltete er die Ruhrtriennale, ab der Spielzeit 2004/05 die Pariser Oper. 2010 wechselte er als Künstlerischer Leiter nach Madrid ans Teatro Real. Mortier war Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Er starb am 8. März 2014 in Brüssel an einer Krebserkrankung.

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