> > > Diesel-Fahrverbote: Schwäbische Konzertgänger kündigen Abonnements
Dienstag, 19. Februar 2019

Auspuff, © Shawn Jooster

Auspuff, © Shawn Jooster unter CC BY 2.0

40 Prozent der Veranstaltungsbesucher stammen aus dem Umland

Diesel-Fahrverbote: Schwäbische Konzertgänger kündigen Abonnements

Stuttgart, . Das in Stuttgart seit Jahresbeginn geltende Fahrverbot hat erste Auswirkungen auf die Kulturszene gezeigt, das berichteten die Stuttgarter Nachrichten. Dass keine Dieselfahrzeuge der Klasse 4 und älter mehr das Stadtgebiet befahren dürfen, habe bereits einige Konzert- und Theaterbesucher dazu gebracht, ihre Abonnements für Veranstaltungen zu kündigen. Konzertveranstalter Michael Russ zufolge sind es aktuell 40 bis 50 erfolgte oder angedrohte Kündigungen, jedoch wird ab 2020 mit einem Anstieg der Zahlen gerechnet. Ab kommendem Jahr soll das Verbot auch für Euro-5-Diesel gelten. Betroffen sein vor allem ältere Besucher aus dem Stuttgarter Umland, die in der Innenstadt klassische Konzerte besuchen. Die öffentlichen Verkehrsmittel stellen für diese oft keine Option dar. Die Schauspielbühnen und die Kulturgemeinschaft meldeten derweil ähnliche Fälle.

Russ‘ Lösungsvorschlag ist eine von der Stadt genehmigte Ausnahmeregelung. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) bat er darum, dass Kulturinteressierte mit gültigem Veranstaltungsticket auch zukünftig mit ihrem Auto zu den Spielstätten fahren dürften. "Als Deutschlands Kulturhauptstadt Nummer eins sollte Stuttgart auch da Vorbild sein und eine Lösung finden", so Russ. Obwohl 40 Prozent der Veranstaltungsbesucher in der Innenstadt aus dem Umland kämen, würde sich die Zahl der abendlichen Fahrten zu den Stätten in Grenzen halten und somit die Luft nicht groß belasten. Das Amt für öffentliche Ordnung prüft zurzeit Russ‘ Vorschlag sowie Tausende weiterer Anfragen nach Ausnahmegenehmigungen.

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