> > > Bachhaus Eisenach mit Besucherrückgang
Freitag, 18. Januar 2019

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50.251 Besucher markieren schwächstes Jahr des Museums seit 1954

Bachhaus Eisenach mit Besucherrückgang

Eisenach, . Das Eisenacher Bachhaus hat 2018 gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Besucherrückgang verzeichnet. Nach dem Reformationsjubiläum 2017 seien die Besucherzahlen um 32 Prozent zurückgegangen, so Bachhaus-Direktor Jörg Hansen. Lediglich 50.251 Gäste wurden gezählt, was 2018 nach 1954 zum besucherschwächsten Jahr für das Museum machte. Im Schnitt besuchten in den letzten neun Jahren zuvor jeweils mehr als 60.000 Menschen das Bachhaus. Hansen zufolge hätten 2018 besonders Reisegruppen gefehlt, deren Anteil sich um die Hälfte verringerte. Bei Einzelbesuchern wurde ein Rückgang von 28 Prozent verzeichnet. Bei Schulklassen wurde dennoch ein Anstieg von 92 auf 102 verzeichnet. Auch die Zahl der ausländischen Besucher blieb stabil.

Für 2019 sind für das Museum Ergänzungen der Dauerausstellung sowie eine Sonderausstellung zu Bach-Bildern geplant. Eine geringfügige Erhöhung des Eintritts wurde bereits eingeführt, um durch den Besucherrückgang entstandene finanzielle Probleme zu kompensieren. Rücklagen aus dem Lutherjahr wurden bereits aufgebraucht.

Das Bachhaus in Eisenach ist dem in der Stadt geborenen Komponisten Johann Sebastian Bach gewidmet. 1907 wurde es von der Leipziger Neuen Bachgesellschaft als Gedenkstätte und Museum eingerichtet. Im Krieg wurde das Haus beschädigt, 1973 folgte eine umfassende Restaurierung. 2005 bis 2007 wurde das Museum um einen Neubau erweitert. Das Museum umfasst heute mehrere Gebäude mit insgesamt 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche, auf der etwa 250 Originalexponate zu sehen sind.

Johann Sebastian Bach wurde am 21. März 1685 in Eisenach geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern wurde er musikalisch unterrichtet von seinem älteren Bruder Johann Christoph, einem Organisten. Mit 15 Jahren wurde Johann Sebastian Schüler des Michaelisklosters in Lüneburg. 1703 nahm er eine Stelle als Organist in Arnstadt an, vier Jahre später wurde er Organist im thüringischen Mühlhausen. 1723 wurde er als Nachfolger J. Kuhnaus zum Thomaskantor nach Leipzig berufen. Bis zu seinem Tode war er dort als Lehrer an der Schule St. Thomae und als Musikdirektor der Kirchen tätig. Bachs kompositorisches Schaffen umfasst Kirchenkantaten, Motetten und Passionen, darunter die 'Johannespassion' und die 'Matthäuspassion', außerdem Instrumentalwerke wie 'Das musikalische Opfer', 'Sechs Brandenburgische Konzerte', 'Das Wohltemperierte Klavier' und 'Die Kunst der Fuge'. Johann Sebastian Bach starb am 28. Juli 1750 in Leipzig.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Johann Sebastian Bach

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