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Mittwoch, 20. März 2019

Britischer Regisseur mit doppelter Staatsbürgerschaft

Britischer David Pountney nimmt polnische Staatsbürgerschaft an

Warschau, . Der britische Regisseur David Pountney hat die polnische Staatsbürgerschaft angenommen. Überreicht bekam er die Urkunde von Kulturminister Piotr Glinski, auch im Namen von Präsident Andrzej Duda. In seiner Dankesrede verwies Pountney auf seine enge Bindung zu Polen in den vergangenen Jahren. Die neue Staatsbürgerschaft bezeichnete er als Privileg und Ehre, da sie ihn mit dem Land von Weinberg, Szymanowski und Moniuszko verbinde. Außerdem sei er erfreut, auch nach dem Ausstieg seiner Heimat Großbritannieren Teil der Europäischen Union bleiben zu können, deren Ideale er unterstütze. Pountney hatte bereits 2013 den polnischen Verdienstorden für seine Arbeit als Botschafter für polnische Kultur erhalten.

David Pountney wurde am 10. September 1947 in Oxford geboren. Er studierte in Oxfordshire und Cambridge. 1972 hatte er seinen Durchbruch als Regisseur, als er beim Wexford Festival seine Produktion von "Káťa Kabanová" vorlegte. Von 1975 bis 1980 war er an der Scottish Opera als Regisseur tätig, später von 1982 bis 1993 als szenischer Leiter an der English National Opera. Danach war er bis 2004 als freischaffender Regisseur in Zürich, Wien und München sowie anderen internationalen Opernhäusern unterwegs. Zwischen 2003 und 2014 war er außerdem Intendant der Bregenezer Festspiele. Seit 2011 ist Pountney Intendant an der Walisischen Nationaloper in Cardiff, wo er unter anderem die Uraufführung von "Figaro Gets A Divorce" inszenierte, deren Kompositionsauftrag er an Elena Langer vergab. Pountney erhielt die Titel Commander of the British Empire und Chevalier des Arts et Lettres und ist Träger des Silbernen Ehrenzeichens des Landes Vorarlberg sowie des polnischen Verdienstordens.

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