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Mittwoch, 20. März 2019

Instrument soll bis 2028 restauriert sein

Hummel-Flügel vor Restauration

Weimar, . Das Thüringische Landesmusikarchiv plant gemeinsam mit der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt, einen Hammerflügel aus dem frühen 19. Jahrhundert restaurieren zu lassen. Das Instrument stammt aus dem Besitz des Komponisten Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) und wurde von dem Wiener Klavierbauer Friedrich Fuhrmann gebaut. Angaben des Hochschul-Sprechers zufolge kam der Flügel in den 1990er Jahren von Hummels Weimarer Wohnhaus ins Thüringische Landesmusikarchiv. Mittlerweile ist  das Instrument in einem miserablen Zustand, u.a. fehlen auch die Beine. Ziel ist es, den Flügel zum 250. Geburtstag des Musikers im Jahr 2028 wiederherzustellen. Finanziert werden soll die Restauration durch Spenden. Manfred Kanngießer, Präsident der Hummel-Gesellschaft, sicherte bereits 5.000 Euro von der Gesellschaft zu.

Johann Nepomuk Hummel wurde am 14. November 1778 in Preßburg geboren. Sein Vater Johannes Hummel war Geiger in der Wiener Hauskapelle des Fürsten Grassalkovich und später Orchester-Direktor des Preßburger Theaters. Johann Nepomuk bekam von ihm den ersten Klavierunterricht, jedoch sollten ihn die zwei Jahre Unterricht bei Wolfgang Amadeus Mozart in den späten 1780er Jahren stärker prägen. In diese Zeit (1787) fällt auch der erste öffentliche Auftritt als Klavierspieler in Dresden. Die erste Konzertreise folgte ein Jahr später und der Bekanntheitsgrad sowie das Können des Klaviervirtuosen wuchs stetig. 1804 wurde er auf Empfehlung Haydns, dessen Orgelschüler er zwischenzeitlich gewesen war, Leiter der Esterházyschen Kapelle in Eisenstadt. Ihm wurde allerdings 1811 wegen Vernachlässigung seines Dienstes gekündigt und er trat, nach einer für ihn enttäuschenden Anstellung als Hofkapellmeisters in Stuttgart 1816, im Februar 1819 die Stelle als Großherzoglicher Kapellmeister in Weimar an. Seine dreimonatigen Konzertreisen, die er jährlich unternahm, machten ihn von Paris bis Moskau bekannt. Die meisten seiner weit über 100 Kompositionen sind in Vergessenheit geraten. Die bekanntesten Werke Hummels sind die fis-Moll Klaviersonate und das Klavierkonzert in h-Moll op.89 sowie die beiden Messen op.77 und op.111. Besonders berühmt und beliebt ist sein Trompetenkonzert, das zum Standardrepertoire jedes fortgeschrittenen Trompeters gehört. Hummels Klavierschule aus dem Jahr 1828 zählt zu den bedeutendsten klavierpädagogischen Schriften seiner Zeit. Hummel starb am 17. Oktober 1837 in Weimar.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Johann Nepomuk Hummel

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