> > > Demonstranten protestieren bei Saisoneröffnung der Mailänder Scala
Mittwoch, 20. März 2019

Linke Aktivisten zünden Rauchbomben und kritisieren Innenminister Salvini

Demonstranten protestieren bei Saisoneröffnung der Mailänder Scala

Mailand, . Am vergangenen Freitag ist die neue Saison in der Scala in Mailand mit Giuseppe Verdis "Attila" eröffnet worden. Die zuvor kritisierte Inszenierung der Oper durch Davide Livermore wurde vom Publikum gut aufgenommen. Dirigent war der Musikdirektor des Theaters, Riccardo Chailly, die Hauptrollen hatten Ildar Abdrazakov und Saioa Hernández übernommen.

Zur Aufführung waren prominente Mitglieder der italienischen Regierung angereist. Staatspräsident Sergio Mattarella, Kulturminister Alberto Bonisoli und Wirtschaftsminister Giovanni Tria wurden von Demonstrationen empfangen. Die linken Aktivisten hatten Rauchbomben und Knallkörper gezündet, einige trugen gelbe Warnwesten. Vor dem Theater skandierten sie Parolen gegen die aktuelle italienische Regierung und kritisierten außerdem die Politik von Innenminister Matteo Salvini und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Die Scala hatte die Proteste erwartet und mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen für die Gäste reagiert.

Das Teatro alla Scala, auch Mailänder Scala genannt, wurde 1778 als Nachfolgebau des Teatro Regio Ducale eröffnet. Für den Neubau ließ Maria Theresia die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen. Nachdem das Haus im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, gelang der Wiederaufbau in kürzester Zeit, sodass es im Mai 1946 wiedereröffnet werden konnte. Durch den überhasteten Wiederaufbau wurden jedoch umfangreiche Sanierungen notwendig, die von 2001 bis 2004 unter der Leitung von Mario Botta durchgeführt wurden. Dabei wurde die Akustik und Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht, während die ursprüngliche Inneneinrichtung wieder hergestellt werden konnte. Intendant ist zurzeit Alexander Pereira, Musikdirektor ist Riccardo Chailly.

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