> > > Neue Verträge zur Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie vorgelegt
Freitag, 18. Januar 2019

Fördersumme von 1,2 Millionen Euro wird von Land und Kreis jährlich gesteigert

Neue Verträge zur Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie vorgelegt

Schönebeck, . Die Diskussion um die Finanzierung der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie hat ein Ende gefunden. Nachdem zwei Entwürfe für einen neuen Theatervertrag zwischen Land und Landkreis vorgelegt worden waren, kam es nun zu einem Beschluss. Im Kreistag wurde über die Zukunft der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie in Schönebeck abgestimmt. Mit einer deutlichen Mehrheit wurde die Unterstützung des Orchesters bis ins Jahr 2023 beschlossen. Ein Drittel der vom Orchester benötigten 1,2 Millionen Euro werden künftig vom Land getragen, die restlichen zwei Drittel vom Kreis. Ab 2019 wird die Fördersumme gesteigert, sodass 2021 jährlich 1,4 Millionen Euro an die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie gehen werden.

Die Stadt Schönebeck hingegen erklärte bereits vor einiger Zeit einen Rückzug aus dem Unterstützerkreis. Dies bedeutet eine Lücke von 80.000 Euro in der Förderung des Orchesters. Die Sparvorschläge im Kreistag reichten von der Einrichtung eines "Telefonorchesters", das nur bei Bedarf zusammentrifft, bis hin zu höheren Eintrittspreise und mehr Konzerten. Intendantin Anita Bader stand dem entgegen, da das Orchester bereits 36 Prozent des Bedarfs selbst erwirtschafte. Mit dem Beschluss ist der Erhalt des Orchesters nun vorerst gesichert.

Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie wurde vor 70 Jahren in Schönebeck bei Magdeburg gegründet. Mittlerweile geben die 23 festangestellten Musiker rund 130 Konzerte im Jahr, davon bis zu 40 für Kinder. Oft werden sie dabei durch Gastmusiker unterstützt. Viele Auftritte finden in kleinen Dorfkirchen statt, da das Orchester bemüht ist, ihre Musik möglichst vielen Menschen für wenig Geld zu präsentieren. Intendantin ist Anita Bader, als Dirigent arbeitet Gerard Oskamp.

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